Maximilian Hornung im Portrait

10 Fragen an den Cellisten Maximilian Hornung

10 Fragen an den Cellisten Maximilian Hornung

Kurzbeschreibung

Maximilian Hornung ist ein deutscher Cellist und gebürtiger Augsburger.

Er wuchs in einer Musikerfamilie auf und besuchte das Gymnasium bei St. Stephan in Augsburg, ehe er im Alter von 16 Jahren die Schule abbrach, um sich ganz der Musik zu widmen. Er studierte bei Eldar Issakadze, Thomas Grossenbacher und David Geringas.

Im Jahr 2005 gewann er den Deutschen Musikwettbewerb, im Jahr 2007 den ARD Musikwettbewerb mit dem Tecchler Trio, einem von ihm mitgegründeten Klaviertrio. Mit 23 Jahren erhielt er den Posten des ersten Solo-Cellisten des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks. Die Stelle gab er nach vier Jahren wieder auf, um sich ganz seinem solistischen und kammermusikalischen Schaffen zu widmen.

2011 erhielt er den ECHO-Klassik-Preis als Nachwuchskünstler des Jahres, 2014 den Bayerischen Kunstförderpreis und 2015 den Europäischen Nachwuchspreis. Seit 2017 hat er an der Hochschule für Musik und Theater München eine Professur für Violoncello inne.

Quelle: Wikipedia
Bildmaterial: @ Marco Borggreve

1. Was ist das schönste an Deinem Beruf/Tätigkeit?

Das schönste ist tatsächlich, dass kein Tag der gleiche ist, wirklich jeder Tag ein neuer ist und das jeder Tag absolut nicht zu vergleichen ist mit dem Tag vorher. Es ist einfach unglaublich abwechslungsreich und das finde ich sehr schön, sehr motivierend, auch sehr sehr sehr aufbauend. Dies macht den Beruf einfach insgesamt sehr facettenreich und sehr spannend. 

2. Gibt es eine Erfahrung, die Dein Leben nachhaltig verändert hat?

Es gibt eigentlich keinen drastischen Einschnitt in meinem Leben, der dazu geführt hat, dass mein Leben danach anders verlaufen wäre. Aber natürlich kann man nie sagen, wie das Leben verlaufen wäre, hätten sich gewisse Weichen an gewissen Stellen vielleicht anders gestellt, als sie das getan haben in der Vergangenheit. In dem Sinn gibt es aber jetzt keine massiven Einschnitte, die mich davon abgebracht hätten, was ich im Leben erreichen möchte.

3. Welche Eigenschaften magst Du an anderen Menschen?

Ich schätze Loyalität und Zuverlässigkeit enorm bei andere Menschen. Das sind auch Dinge, die für mich selber sehr wichtig sind, dass ich sie selber auch einhalte. Ich finde dies auch wirklich total wichtig, dass das andere Menschen auch von mir so erfahren dürfen und hat auch sehr viel mit Ehrlichkeit zu tun. Das mag ich sehr an anderen Menschen und dass schätze ich ungeheuerlich wenn das eintrifft.

4. Wie lebst du Regionalität?

Ich liebe Regionalität und ich glaube mit dem Bewusstsein darüber lebt man dies auch ganz automatisch.

5. Wenn Du Deinem jugendlichem Ich etwas sagen könntest - was wäre es?

Ich würde mir wahrscheinlich etwas sagen wie: "Reiß dich zusammen und sei nicht so faul."

6. Wenn alle Tiere reden könnten, welches Tier, denkst du, wäre am nervigsten?

Definitiv Hund.

7. Welche Rolle spielt Digitalisierung in Deinem Leben?

Dazu muss ich sagen, ich bin wahrscheinlich einer der allerwenigsten, die noch einen Papierkalender haben. Auch die Festivalplanungen für die Traunsteiner Sommerkonzerte finden in den Grundzügen auf dem Papier statt. Ich nehme mir wirklich ein leeres Blatt Papier in die Hand, einen ganz normalen Kugelschreiber und dann wird da einfach notiert was ich geplant habe, was ich vor habe. Digitalisierung ist sehr praktisch, sie erleichtert einem in gewissen Dingen sehr viel, natürlich auch das man durch Email schnell Nachrichten schicken kann und diese schwarz auf weiß alles gespeichert hat. Dies ist natürlich extrem praktisch, man kann durch Digitalisierung extrem leicht jeden auf der Welt erreichen, aber 100% verlassen tue ich mich trotzdem nicht und habe gerne Papier in der Hand, auf dem ich selber draufschreiben kann. So ist mein Terminkalender, so sind auch wichtige Planungssachen auf dem Papier und ich habe einen besseren Überblick, wenn ich dies angucken kann, wenn ich es anfassen kann und selber mit dem Stift reinschreiben kann. Vielleicht mag man mich diesbezüglich altmodisch und konservativ bezeichnen, aber ich tue mich einfach leichter.

8. Wenn Du nicht mehr schlafen müsstest, was würdest Du mit der zusätzlichen Zeit anfangen?

Ich würde wahrscheinlich durchdrehen.

9. Gibt es einen Ort in Bayern an dem jede*r mal gewesen sein sollte?

Natürlich und unbedingt die Berge, ganz ganz ganz wichtig. Ich gehe auch selber wahnsinnig gern in die Berge und ich bin ein wirklich sehr naturliebender Mensch. Ich genieße es sehr Ausflüge zu machen, was von München aus sehr einfach möglich ist und von Traunstein natürlich ebenso. Allerdings darf man nicht vergessen, dass wenn man die Berge einmal gesehen hat, dann sollte man auch ganz schnell nach Traunstein fahren und zu den Traunsteiner Sommerkonzerten gehen.

10. Was treibt Dich an im Leben?

Das Leben ist ja so unglaublich facettenreich und interessant. Es gibt zu viele Sachen zu entdecken und ich glaube das schafft man in einem Leben gar nicht. Wahrscheinlich braucht man vier oder fünf Leben, insofern wird es mir da sicher auch nicht langweilig. Einfach dieser Entdeckergeist, jeden Tag so zu leben, nicht als wäre es der letzte, aber doch um offen zu sein für neue Entdeckungen, offen zu sein für neue Kreativität. Wirklich das Leben so zu nehmen wie es kommt und daraus durchaus auch Positives zu ziehen, das ist doch wirklich das Lebenswerteste was man tun kann.

Dafür würde ich sterben.

Copyright Hinweise

Die tollen Bildaufnahmen von Maximilian Hornung wurden von © Marco Borggreve erstellt.