Wandberg (1.454 m) = Skiberg - in Kombination mit Karspitze

Quelle: AV-alpenvereinaktiv.com, Autor: Stefan Stadler

Übersichtsbild Skitour Wandberg - Topo.
Wir betreten die Rettenbachalm.
Das Gipfelkreuz des Wandberg erscheint oben am Horizont.
Schnitzerei am Gipfelkreuz auf dem Wandberg.
Gipfelselfie Stefan am Wandberg.
Bank mit super Aussicht am Wandberg.
Schönes Kreuz und prächtige Aussicht auf dem Wandberg.
Alles gut: Wir sind nicht mit dem Radl da.
Die Schönheit der Schneekristalle ist vergänglich.
Der Wandberg ist keine Sackgasse!
Flach rüber zum Aussichtspunkt.
Genießen!
Gipfelselfie Stefan Stadler auf der Karspitze.
Gipfelkapelle und Aussicht: Karspitze.
Gipfelpanorama von der Karspitze.

Die Tour

Die Karspitze und vor allem der Wandberg haben auf der Südseite schönes Almgelände für variantenreiche Skitouren. Leider gibt es nicht sehr oft genügend Schnee in dieser Höhenlage.

Auf der ersten Stunde der Tour erleben wir den Charakter der Tour, wie wir es den ganzen Tag bekommen werden: Es gibt schöne, meist nicht steile Hänge, die von Waldgürteln unterbrochen werden. Und dann geht es auch mal entlang auf einer Forststraße.

Der südwestlicheste Ausläufer der Chiemgauer Alpen ist meist lieblich -  die Almflächen sind sehr weitläufig und abwechslungsreich kupiert. Es gibt nur wenig steile Abbrüche. Die hier vorgestellte Kombination ist nur eine Möglichkeit der unzähligen Variantenmöglichkeiten. Durch den Start in Aschach sind die unten gelegenen Hänge westseitig exponiert. Vielleicht haben wir hier ein bisschen bessere Chancen nach der Zweigipfeltour bis zum Auto schwingen zu können. Es empfiehlt sich zuerst die Karspitze gemütlich auf der Forststraße zu umgehen und auf dem Rückweg die schönsten Hänge mit nur einem Gegenanstieg zu verbinden.

Nach der Schweizer Skitourenskala ist die Tour als wenig schwierig - WS ab 30 Grad einzustufen.

Autorentipp

Wer geschickt kombiniert muss keine steilen Hänge befahren. Deshalb ist die Tour bei gutmütigen Schneebedingungen auch für Einsteiger geeignet.

Info

Schwierigkeit
mittel
Aufstieg
900 hm
Abstieg
900 hm
Tiefster Punkt Müllner Alm - Aschach
730 m
Höchster Punkt Wandberg
1454 m
Dauer
4:30 h
Strecke
9,6 km

Details

Kondition
Erlebnis
Landschaft
Gefahrenpotential
Technik
Exposition
N
O
S
W

Beste Jahreszeit

Januar
Februar
März
April
Mai
Juni
Juli
August
September
Oktober
November
Dezember

Wegbeschreibung

Start

Aschach - Müllner Alm

Ziel

Aschach - Müllner Alm

Weg

Aufstieg Wandberg: Los geht es von der Müllner Alm die kurze ehemalige Piste nach oben, Hier gehen wir zum ersten Mal ein kurzes Stück durch den Wald und dann entlang des Wirtschaftsweges in östlicher Richtung (links) eine Serpentine aufwärts. An einem Gebäude erreichen wir freies Gelände und steigen den Hang in Spitzkehren aufwärts. Oben wieder ein kurzes Stück durch den Wald kommen wir auf die nächste Forststraße. Auf dieser umgehen wir die Karspitze auf der schattigen Nordseite (links). Wir verlassen die Straße an einer Kehre und betreten über eine Brücke das Gelände der Rettenbachalm. Auch mal leicht bergab überqueren wir in östlicher Richtung das Almgelände. Am Waldrand gehen wir bei einem Wegweiser scharf rechts, kurz nach Süden. Dann dreht der Wirtschaftsweg wieder nach Osten und wir können bald ober uns das Gipfelkreuz des Wandbergs am Horizont erkennen. Auf dem freien Gipfelhang erreichen wir unseren ersten Gipfel. Berg Heil! Der höchste Punkt ist anscheinend weiter westlich, doch als "richtiges" Ziel kann das schöne Kreuz mit der Bank angesehen werden.

Übergang Karspitze: Über schön geneigte Almwiesen fahren wir in südwestlicher Richtung mindestens bis zur Harlander Alm (1.150 m) ab. Bei gutem Schnee lohnt es sich durchaus noch weiter abzufahren. Von der Harlander Alm rutschen wir die Straße nach Südwesten (rechts) noch ein bisschen bergab, wo wir wieder die Felle aufziehen. Wir erreichen abermals die Rettenbachalm und gehen die bekannte Route über das Almgelände wieder zurück. Am Wirtschaftsweg gehen wir jetzt südwestlich (links) den Weg weiter. Bald ist die Karspitze zu sehen. Das Skitourenziel befindet sich nicht am bewaldeten Rücken. Sondern an der Kapelle mit dem Kreuz, das ein bisschen tiefer liegt. Aber dafür haben wir hier eine prächtige Aussicht bis weit ins Inntal hinein.

Abfahrt: Von der Karspitze direkt hinab, oder etwas flacher östlich (links) an der Kapelle vorbei. Am schönen Hang nach Westen hinab zur Windbichler Alm. Diese lassen wir links liegen und queren ein Stück nach Westen (rechts) zur Aufstiegsroute. Wir müssen aber nicht auf der vom Aufstieg bekannten Forststraße abfahren, sondern können über schöne Hänge, die durch Waldgürtel unterbrochen sind weiter südlich (links) schön hinunterschwingen. An einer Maschinenhütte gehen wir kurz rechts durch den Wald und erreichen so die Piste/Rodelbahn. Auf dieser hinab zur Einkehr in der Müllner Alm.

Anreise

Öffentliche Verkehrsmittel

Auf der Bahnlinie München Salzburg bis Bernau und von hier mit dem Bus 9502 bis zum südlichen Ortsende von Sachrang. Von hier sind es nur wenige Minuten bis zum Ausgangspunkt an der Müllner Alm.

Anfahrt

Von Bayern (Norden) kommend verlassen die A8 an der Ausfahrt Frasdorf (105) und fahren auf der ST2093 nach Süden ins Priental. Über Aschau im Chiemgau erreichen wir gleich nach dem Grenzübergang Sachrang den Ausgangspunkt an der Müllner Alm.

Aus Tirol (Süden) anreisend fahren wir in Oberaudorf (Ausfahrt 59) von der Autobahn ab und fahren auf der B172 durch Niederndorf bei Kufstein. 500 Meter nach der Ortschaft geht es links und wir fahren in weit geschwungenen Kehren aufwärts bis zur Müllner Alm, direkt vor der Grenze.

Parken

Parkplätze quer entlang der Nebenstraße 2 EUR / Tag (Stand 2021).

Weitere Informationen

Bergsteigerdorf Sachrang ; Müllner Alm (Ausgangspunkt) ; Mehr vom Autor findet ihr auf seiner Homepage und laufend aktuelles von ihm auf FB.

Ausrüstung

Auch auf dieser Tour ist die vollständige Lawinennotfallausrüstung, wie auf jeder Tour im freien Gelände mit dabei.

Sicherheitshinweise

Durch die südseitige Ausrichtung der Wiesenhänge sind im Frühjahr Gleitschneelawinen zu beachten. Doch diese sind durch die Mäuler meist gut zu erkennen.

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