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Fragile Substanz

Fr
5. Juni
2026
Beginn
00:00
Ende
24:00

Die Veranstaltung

Katharina Mörth: „Fragile Substanz – Vom Widerstand zur Leichtigkeit“

Einzelausstellung [Personale] im Bildhauer:innenhaus [kunstwerk] krastal

6. Juni bis 27. Juni 2026

I. Ausstellungskonzept: Transformation und Materialität

Unter dem Titel „Fragile Substanz – Vom Widerstand zur Leichtigkeit“ präsentiert die

österreichische Bildhauerin Katharina Mörth neue plastische Arbeiten, die den klassischen

Skulpturenbegriff erweitern. Die Ausstellung im traditionsreichen Bildhauer:innenhaus

[kunstwerk] krastal widmet sich dem Moment, in dem der physische Widerstand des

Materials kippt. Im Zentrum der Schau stehen zwei konträre materielle Positionen: Die

radikale Reduktion des massiven Steins und die dialogische, klimasensible Anpassung

des Metalls. Es entstehen Arbeiten, die keine starren Aussagen behaupten, sondern eine

physische Erfahrung zwischen Körper, Raum, Wahrnehmung und Verantwortung

erzeugen.

II. Zentrale Werke und inhaltliche Schwerpunkte

Skulptur im Klimadiskurs: Österreich-Premiere für „Natural grown“

Nach ihrer Einladung als erste österreichische Künstlerin zur renommierten internationalen

Ausstellung „Sculpture by the Sea“ in Sydney (2025) bringt Katharina Mörth ihre dort

präsentierte Arbeit nun nach Kärnten.

Die 1,80 Meter hohe Plastik aus verzinktem Stahl bricht mit der Vorstellung von Metall als

unverrückbarer Setzung. „Natural grown“ ist mit einem speziellen thermochromen Lack

gefasst, der unmittelbar auf die Umgebungstemperatur reagiert. Übersteigt die Hitze ein

gewisses Maß, verblasst die farbliche Vielfalt der Skulptur. Das Material wird als

verletzliches, reaktives System verhandelt, in das sich Zeit und klimatische Veränderungen

sichtbar einschreiben.

Lokale Materialität: Die Auflösung der archaischen Form

In inhaltlichem Kontrast zur Metallplastik stehen neue Arbeiten aus Krastaler Marmor. Seit

2018 arbeitet Katharina Mörth regelmäßig direkt an der Quelle im Krastaler Steinbruch. Im

historischen Umfeld des Otto Eder Bildhauerhauses – das kunsthistorisch stark für die

kompakte, blockhafte Bearbeitung des Steins steht – wählt Mörth einen gegensätzlichen

Ansatz:

Durch radikales Entfernen des Materials, tiefgreifende Durchbrüche und extreme Reduktion wird das Gestein an die absoluten Grenzen seiner physischen Tragfähigkeit

gebracht. Der Marmor verliert seine Eindeutigkeit; er wird zu durchlässigem Raum, zur

Hülle und zum Übergang, ohne seine inhärente Schwere abzulegen. Ergänzt wird dieses

räumliche Denken in der Ausstellung durch Arbeiten aus Holz sowie Fotografie, die die

Skulptur auf eine immaterielle Ebene verschiebt.

III. Kurzbiografie der Künstlerin

Katharina Mörth gehört zu den profilierten zeitgenössischen Bildhauerinnen Österreichs.

Sie wuchs in München auf, wo sie ihre handwerkliche Ausbildung an der Berufsfachschule

für Holzbildhauerei (Abschluss mit Gesellenbrief) absolvierte. Im Anschluss lebte sie 20

Jahre in Wien und studierte an der Universität für angewandte Kunst bei Adolf Frohner und

Sepp Auer (Abschluss mit Auszeichnung). Sie war unter anderem als Werkstattassistentin

im Atelier von Erwin Wurm tätig.

Seit vier Jahren lebt und arbeitet Katharina Mörth in Hochburg-Ach (Oberösterreich). Ihr

Schaffen ist stark international geprägt: 2025 war sie als erste Österreicherin zu „Sculpture

by the Sea“ in Sydney eingeladen. Sie realisierte bislang über 30 permanente Skulpturen

im öffentlichen Raum und war an mehr als 80 Ausstellungen weltweit (Europa, Afrika,

Asien, Australien sowie Nord- und Südamerika) beteiligt. Seit 2022 ist sie Mitglied des

internationalen Künstlerkollektivs Sculpture Nomad.

IV. Factsheet / Die Eckdaten im Überblick

• Ausstellungstitel: Fragile Substanz – Vom Widerstand zur Leichtigkeit

• Künstlerin: Katharina Mörth

• Ort: Bildhauer:innenhaus [kunstwerk] krastal, Krastaler Straße 24, 9541 Treffen am

Ossiacher See

• Dauer: 6. Juni bis 27. Juni 2026

• Vernissage: Samstag, 6. Juni, ab 18:00 Uhr

• Finissage: Samstag, 27. Juni, ab 18:00 Uhr

• Reguläre Öffnungszeiten: Montag bis Freitag: 17–20 Uhr | Samstag & Sonntag:

11–19 Uhr

• Eintritt: Frei

Fördergeber & Partner: Unterstützt durch das Bundesministerium Kunst, Kultur,

öffentlicher Dienst und Sport, Land Kärnten Kultur, Stadt Villach, Bildrecht, Lauster, Pichler

Lüftung mit System und Sculpture Nomad.

V. Pressekontakt & Bildmaterial

Die Künstlerin steht Medienvertreter:innen gerne für Hintergrundgespräche, Interviews

oder einen gemeinsamen Vorab-Rundgang im Steinbruch zur Verfügung. Individuelle Termine für private Führungen während der Ausstellungsdauer können jederzeit vereinbart

werden.

Katharina Mörth

Telefon: +43 650 89 16 467 E-Mail: 

Website: www.ka-moerth.com

Info

Quelle Datacycle

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