Vom Ziller bis zum Talbachwasserfall

Quelle: AV-alpenvereinaktiv.com, Autor: Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen

Der rauschende Talbach
Hippach im Zillertal
Ramsau im Zillertal
Talbachwasserfall
Wiedehopf - Vielleicht bekommt man bei dieser Tour einen zu Gesicht.
Neben dem Wanderweg schlängelt sich der Klettersteig empor (Der Klettersteig ist nicht Teil der Tour!)
Brücke
Treppe am Wasserfall

Die Tour

Vom Bahnhof Hippach-Ramsau über lauschige Waldwege zum Laimacher Wasserfall und Talbachwasserfall. Mit Blick auf die Schätze des Talbodens weiter bis nach Zell am Ziller.

Einfache Wanderung vom Bahnhof Hippach/Ramsau über den Spazierweg am Ziller und den Laimacher Waldweg zum Talbachwasserfall und weiter bis zum Bahnhof in Zell am Ziller. Lediglich direkt beim Wasserfallweg sind ein paar steile Stufen zu absolvieren. Durchgehend angenehme Steigungen garantieren entlang des Weges am Waldrand und durch die gepflegte Kulturlandschaft viel Entspannung und tolle Ausblicke auf die Berge, den Talboden und die Wasserfälle.

Autorentipp

Besichtigung des "Strasser Häusl" möglich. Siehe Wegbeschreibung.

Info

Schwierigkeit
leicht
Aufstieg
295 hm
Abstieg
305 hm
Tiefster Punkt 572 m
Höchster Punkt 757 m
Dauer
3:00 h
Strecke
6,1 km

Details

Kondition
Erlebnis
Landschaft
Technik

Beste Jahreszeit

Januar
Februar
März
April
Mai
Juni
Juli
August
September
Oktober
November
Dezember

Wegbeschreibung

Start

Bahnhof Hippach/Ramsau

Ziel

Zell am Ziller

Weg

Vom Bahnhof aus überqueren wir die Brücke über den Ziller und biegen gleich dahinter wieder nach rechts ab. Gemütlich wandern wir ein paar Minuten entlang des Flusses, der dem Tal seinen Namen verliehen hat. Wenn wir linkerhand das erste Wohnhaus entdecken, zweigen wir über einen kleinen Feld- und Wiesenweg dahin ab. Dort angekommen, folgen wir der Dörferstraße für ein kurzes Stück talauswärts, um nach der Spenglerei nach links auf den Laimacher Waldweg abzubiegen. Ein paar Serpentinen bringen uns rasch über einen kleinen Absatz in den Wald. Nun geht es über Stock und Stein und so manche Wurzel gemütlich in Richtung unseres ersten Ziels, den Laimacher Wasserfall. Wenn wir eine kleine Straße erreichen, überqueren wir diese und halten uns schlendern am Waldrand weiter talauswärts. Nach ein paar Minuten kommen wir zu einer Wegkreuzung, bei der wir leicht links über die Brücke abbiegen, um bald einen Wegweiser (nach links) zu erreichen, der uns auf den nahenden Laimacher Wasserfall aufmerksam macht. Der Weg ist ein paar Meter für einen Traktor geeignet, verengt sich jedoch nach dem ersten Absatz zu einem Steig und führt uns in einigen Kehren hinauf zum lieblichen Wasserfall.

Die Bank bestärkt uns, hier eine Pause zu machen und die Natur auf uns wirken zu lassen! Zurück beim Wegweiser biegen wir nach links ab und wandern am Waldrand in Richtung des Weilers Brandach. Dabei überqueren wir bei der nächsten Abzweigung eine kleine Holzbrücke (siehe Variante), schlängeln uns ein paar Höhenmeter nach oben und genießen die feine Aussicht. Danach passieren wir ein Bauernhaus, folgen kurz der Straße, bevor wir bei der nächsten Weggabelung nach links Richtung Talbachwasserfall abzweigen. Dabei führt uns der Weg zuerst etwas steiler (kurzes Stück mit Seilversicherung) bergauf durch den Wald, bis wir eine Forststraße erreichen. An diesem Scheitelpunkt biegen wir rechts ab und erreichen einige Schritte später den kürzlich renovierten Wasserfallweg. Dieser bietet uns auch eine kleine Aussichtskanzel, bei der wir den imposant in die Tiefe rauschenden Talbach genießen können.

Haben wir alle Holzstufen bewältigt und die kleine Brücke passiert, dann ist Zell am Ziller schon zum Greifen nahe. Wer schon Hunger verspürt, der sollte einmal genau den Boden unter sich beobachten, der entsprechend der Jahreszeit zahlreiche Walderdbeeren und Himbeeren bereithält. Es geht kurz durch den Wald, dabei taucht links des Weges noch ein mächtiger Felsblock auf und bald erreichen wir bei einem neu gebauten Haus eine Straße, der wir bis in den Talboden folgen. Wir überqueren die Brücke über den Ziller und sehen vom Freizeitpark aus schon den Zeller Bahnhof.

Variante: Wer will, kann von der Abzweigung einen Abstecher zum „Strasser Häusl“ machen. Dazu einfach etwas steiler rechts hinab, wo bei der nächsten Gabelung bereits das Holzhäuschen zu finden ist. Es ist die frühere Heimat der berühmten Sängerfamilie Strasser, die das Lied "Stille Nacht, heilige Nacht" weltberühmt machte. Der noch gut erhaltene Holzblockbau wurde im Jahre 2000 renoviert und als Heimatmuseum zugänglich gemacht. Von Mai bis Mitte Oktober ist das Museum täglich außer Samstag von 10 - 17 Uhr geöffnet.

Anreise

Öffentliche Verkehrsmittel

An- und Rückreise ab Mayrhofen:

Die Zillertalbahn (Linie ZB1/310) verkehrt zwischen 8 und 20 Uhr im Halbstundentakt zwischen Mayrhofen und Jenbach. Das bietet perfekte Voraussetzungen für eine flexible Gestaltung dieser Tour!

Tipp: Für die Hinfahrt kann man bei einem Start um die Mittagszeit von Mittwoch bis Sonntag auch den Dampfzug benutzen.

Anfahrt

Auf der Inntalautobahn bis Anschlussstelle Wiesing. Danach bis Hippach/Ramsau.

Parken

Beschränkte Parkplatzwahl.

Weitere Informationen

Am Rande… Der Wiedehopf (Upupa epops)

Der Wiedehopf ist unverkennbar. Allein sein Ruf „hup hup hup“ ist selbst für „Vogelstimmen-Laien“ zu identifizieren. Charakteristisch sind auch die etwa 5 cm lange aufrichtbare Federhaube, der lange gebogene Schnabel und die auffällige, schwarz-weiße Federzeichnung. Sein Schwanz ist schwarz und hat einen breiten weißen Streifen („Binde“), während sein restlicher Körper in einer Mischung aus Rostbraun und Rot erstrahlt. Unverkennbar ist der Wiedehopf auch im Flug, wo seine breiten Flügel wellenförmig, schmetterlingsartig gaukelnd, nach jedem Schlag fast angelegt werden. Der Wiedehopf fühlt sich in warmen, trockenen und locker bewaldeten Gebieten am wohlsten. In Mitteleuropa bevorzugt er extensiv genutzte Obst- und Weinbaugebiete, dabei gibt es auch in den Alpen einige Brutgebiete. Zuletzt wurde er im Gebiet zwischen Schwendau und Laimach einige Male gesichtet, wo es ja noch einige Streuobstwiesen gibt. Seinen Hunger stillt er vor allem mit Insekten und Würmern. Der Wiedehopf ist ein Zugvogel und verlässt die Alpen zwischen Ende Juli und Ende September und sucht sich im Savannengürtel südlich der Sahara sein Winterquartier. Zwischen Mitte März und Ende April ist er von seinem Afrikaurlaub zurück, um seine europäischen Brutplätze zu besetzen. Er ist übrigens ein Meister in der Nutzung oft ungewöhnlicher Nistplätze und brütet etwa unter Steinhaufen, in alten Baumstämmen, teilweise sogar in Holzhütten und nimmt Angebote künstlicher Nisthilfen gerne an. Also Augen auf, vielleicht bekommt man bei dieser Tour einen Wiedehopf zu Gesicht.

Ausrüstung

Festes Schuhwerk ist empfehlenswert.

Sicherheitshinweise

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