| Schwierigkeit |
mittel
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Aufstieg
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499 hm |
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Abstieg
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499 hm |
| Tiefster Punkt | 116 m |
| Höchster Punkt | 371 m |
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Dauer
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3:50 h |
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Strecke
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49,5 km |
Unterwegs zwischen Mümling und Main
Quelle: Rhein Main Presse, Autor: Norbert Bartnik
Die Tour
Der Anfang dieser Radtour könnte abschreckend wirken: Da gibt es eine achtprozentige Steigung. Was danach kommt, ist aber landschaftlich so reizvoll, dass man den mühevollen Auftakt gerne auf sich nimmt. Schließlich wird der Anstieg mit einer langen Abfahrt hinunter zum Main belohnt.
Die Rundfahrt beginnt – je nach Anreise – entweder am Bahnhof von Bad König oder auf dem westlich der Bahnlinie gelegenen Parkplatz in der Nähe des Freibades. Die Markierung 7b der RMV-Route weist den Weg.
Wir radeln zunächst gemütlich durch den Kurort, werfen einen Blick auf Schloss, Rathaus und Kirche und stärken uns in der Eisdiele am Schlossplatz für die kommenden Anstrengungen.
Auf Nebenstraßen geht es sodann aufwärts in den Wald, bis nach etwa drei Kilometern der mit 378 Metern höchste Punkt dieser Route erreicht ist, ein Wegkreuz, das „Toter Mann“ genannt wird. Von hier ab wird alles lockerer: Auf schattigen Waldwegen fahren wir hinunter in den verschlafen wirkenden Weiler Breitenbrunn. Hier ist Aufmerksamkeit nötig, da die Routenmarkierung fehlt.
In Ortsmitte biegt man nach rechts auf die Höchster Straße ab, die hinauf zum Sportplatz führt. Dies ist eine letzte Steigung, die nur ehrgeizige Fahrer im Sattel bewältigen, während alles anderen lieber schieben. Hinter dem Sportplatz geht es nach rechts ab in den Wald, wo bald eine an einer Quelle gelegene Sitzgruppe zu einer Rast einlädt.
In Lützel-Wiebelsbach verlassen wir die RMV-Route und folgen den Markierungen des Radweges nach Wörth am Main. Ein Hochgenuss ist die Abfahrt hinunter nach Seckmauern, dann geht es ein Stück neben der Landstraße entlang, bis Wörth erreicht ist.
Einen Besuch lohnt das in der seit 1898 nicht mehr für Gottesdienste genutzte St. Wolfgangskirche untergebrachte Schifffahrtsmuseum. Mit Modellen, Werkzeugen und Fotos wird hier die Geschichte der Mainschifffahrt erzählt, in der Wörth als traditionsreicher Sitz von Werften und Holzhändlern eine wichtige Rolle spielte.
Heute sind die Werften auf die andere Mainseite umgezogen, wie ein Blick vom Mainradweg aus zeigt, den wir nun Richtung Obernburg befahren. Zwischendurch bietet sich Gelegenheit zu einer Erfrischung am Ufer, wo kleine Sandbuchten zum Waten im Wasser einladen.
Kurz vor Obernburg verlassen wir den Mainradweg wieder, biegen nach links ab und folgen der Markierung R9 durch das Mümlingtal. Größere Steigungen sind jetzt nicht mehr zu befürchten. Über Eisenbach, Mömlingen und Hainstadt führt der Weg nach Breuberg. An den Uferwiesen der Mümling gibt es hier eine Freiluftausstellung kurioser Kunstobjekte.
Im Rahmen des 2005 veranstalteten Symposiums „Stone & Wood“ haben Künstler der Region aus den landschaftstypischen Rohstoffen Buntsandstein und Holz zahlreiche Skulpturen geschaffen.
Nach weiteren vier Kilometern ist Höchst im Odenwald erreicht, dann geht es – immer an der Mümling entlang – zurück nach Bad König. Vor dem Ziel gibt es noch zwei idyllisch gelegene Einkehrstätten: Das in der ehemaligen Lutzmühle bei Mümling-Grumbach untergebrachte Lokal „Kapadokya“ mit großem Biergarten und den „Eichelshof“ bei Etzen-Gesäß.
Zur Muskellockerung geht es bei gutem Wetter zum Abschluss der Tour ins Freibad von Bad König. Wer noch mehr Entspannung sucht, ist bei jedem Wetter in der „Odenwald-Therme“ am richtigen Platz.
Info
Karte
Details
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Kondition
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Erlebnis
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Landschaft
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Beste Jahreszeit
Wegbeschreibung
Start
Bahnhof Bad König
Ziel
Bahnhof Bad König
Anreise
Öffentliche Verkehrsmittel
Die An- und Abreise kann mit der Odenwaldbahn erfolgen, in der Fahrräder kostenlos transportiert werden.
Weitere Informationen
Eine Beschreibung dieser und weiterer Radtouren im nördlichen Odenwald bietet das vom Rhein-Main-Verkehrsverbund herausgegebene Faltblatt „Rhein-Main-Vergnügen Route 7“, das in den RMV-Mobilitätszentralen zu haben ist oder bei der RMV-Zentrale angefordert werden kann (Telefon 06192-294203, E-Mail freizeit@rmv.de).
Detaillierte Informationen über Landschaft und Kultur findet man in Alice Selingers Buch „Odenwald Bergstraße“, Peter Meyer Verlag, Frankfurt, 320 Seiten, 14,95 Euro.