Sixtkapelle

Quelle: Tourismusverband Wald-Königsleiten - Ferienregion Nationalpark Hohe Tauern, Autor: Tourismusverband Wald/Königsleiten

Beschreibung

Schon Kanonikus Josef Lahnsteiner schrieb im Oberpinzgauer Buch: 

„Geht man von Wald nach Krimml, so grüßt vom Berg herab ein kleines, weißes Kirchlein, die „Zixkapelle“.

Zwischen Kälberpoint und Kreidl war auf einem Eschenbaum eine alte Statue, das Bild eines heiligen Bischofs. Diese Statue kam an einen Baum ober dem Ronachweg hinauf, wo jetzt die Kapelle steht. Ein alter Moserbauer errichtete ein Hüttlein für das Bild. Diese Holzkapelle wurde 1579 von Hans Staiger aus Sulzau durch eine gemauerte ersetzt. Die Statue wurde für ein Sixtusbild gehalten. Die Verehrung des heiligen Sixt muss in Wald wohl noch weiter zurückgehen, weil in der Kirche ober der Sakristeitür ein gotisches Fresko, die heiligen Kaiser Heinrich und Papst Sixtus darstellend, sich befindet.

Die Wallfahrt zu diesem Heiligtum nahm bald stark zu, was der Vermögensstand der Kapelle beweist, der bis 1728 auf 1500 Gulden anstieg.

Der Grund war der gespaltene und durch eine Eisenstange verbundene Stein ober der Kapelle, „durch welchen „die leith schlueffen für den Ruckwehe“, wie es 1673 hieß. Die Leute hielten das Durchkriechen zwischen den beiden Steinen für ein gutes Mittel gegen Hals- und Rückenschmerzen, sowie auch ledige Frauenpersonen pilgerten zum heiligen Sixt um eine glückliche Ehe. 1633 wird die Kapelle mit etwas Einrichtung versorgt.

Der Mittersiller Tischler Ruep Niderfilzer macht einen Altar um16 fl., schnitzt das Sannt Sixt Bildnus neu um 3 fl., und der Maler von Saalfelden, Sebastian Eder, muss den Altar malen (fassen) für 2 fl.

Um 1780 führte man gegen allen Aberglauben einen scharfen Kampf. Da hat der Pfleger von Mittersill, Koch-Sternfeld, während die Walder auf einem Bittgang nach Bramberg waren, einen von den beiden Steinen wegsprengen lassen, 1792. Der zweite ist noch dort. Ober dem Kapelleneingang ist ein Sparren mit der Jahrzahl 1587. Der jetzige Altar wurde 1695 gemacht. Zwei gotische  Figuren sind noch da, der heilige Sixtus mit Buch und Stab, und die heilige Maria mit dem Kind. Der Pichlbauer Michl Wolfenstätter hat die erste Glocke um 1600 auf einer Kraxe von Schwaz über die Berge herabgetragen.

Die Sixtkapelle in Wald wurde in den Jahren 2010/2011 renoviert.

Die Sixtkapelle Wald wurde im Jahr 2010 unter Denkmalschutz gestellt.

Und so wurde die Sixtkapelle nicht nur wieder zu einem Schmuckstück, sondern auch zu einem Ort der Begegnung, einem Kraftort, worauf ganz Wald im Pinzgau stolz sein kann.

Kontakt

Wald, 5742 Wald im Pinzgau, Österreich
065658243
info@wald-koenigsleiten.at

Öffnungszeiten

täglich geöffnet

Anreise

Öffentliche Verkehrsmittel

Mit Bus oder Zug nach Wald, von dort ca. 15 Minuten Fußmarsch zur Kapelle

Anfahrt

Sie finden die Sixtkapelle an der alten Gerlosstraße. Von Wald im Pinzgau folgend sehen Sie diese nach wenigen hunderten Metern direkt an der rechten Straßenseite über Wald blickend.

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