Salzburger Almenweg - Etappe 19

Quelle: Salzburger Almenweg, Autor: Agnes Moser

Steinkaralm in Kleinarl
Weissenhofalm in Kleinarl
Weissenhofalm , Salzburger Almenweg Etappe 1/16

Die Tour

Links und rechts des Kleinarltales

Eine Bergetappe im umgekehrten Sinn: Nach einem Almfrühstück hoch über dem Kleinarler Tal wird die Etappe zunächst einmal mit einem langen Abstieg ins idyllische Bergdorf Kleinarl gestartet. Der ideale Ort für eine Stärkung, denn nun startet der lange Aufstieg zur bewirtschafteten Steinkaralm, bevor es über Almwiesen zum Etappenziel Weissenhofalm, einer urtümlichen bewirtschafteten Alm unterhalb des 1.960 Meter hohen Mosereggs, geht.

Abseits des Weges 

Wagrain zählt zu den sechs Stille-Nacht-Orten, die es im SalzburgerLand gibt: Hier lebte und arbeitete der in der Stadt Salzburg geborene Joseph Mohr (1792 – 1848), der als Textdichter des berühmten Weihnachtsliedes „Stille Nacht! Heilige Nacht!“ in die Geschichte einging. Der Vikar galt als sozial engagierter Wohltäter, dem vor allem die Kinder und Armen am Herzen lagen. Joseph Mohrs Grab kann auf dem Wagrainer Friedhof besucht werden, das wunderschöne „Stille Nacht Museum“ im Pflegerschlössl ist ganzjährig geöffnet (www.stillenacht-wagrain.com). Ein weiterer berühmter Wagrainer war der Dichter und Autor Karl-Heinrich Waggerl, dem ebenfalls ein Museum gewidmet ist. 

Almenweg Geschichte(n)

Am Ende des Kleinarler Tals liegt der wunderschöne Jägersee, von dem der Wanderweg zum sagenumwobenen Tappenkarsee führt, der am Ende der Etappe 11 des Salzburger Almenweges erreicht wird. Ursprünglich durften alle Pongauer Gemeinden ihr Weidevieh in das Tappenkar auftreiben. Ein paar Überlieferungen deuten darauf hin, dass bereits die Kelten die Almen bewirtschafteten. Gewiss ist nur, dass um das Jahr 1850 bereits rund 1.000 Schafe, 800 Rinder und 200 Pferde in das Gebiet des Tappenkars aufgetrieben wurden. Das Almleben auf der größten Alm des Pongaus war großartig, angeblich wie sonst nirgends im Erzstift Salzburg.

Almenweg Stärkung 

Auf der idyllischen Steinkaralm werden Wanderer von der Sennerin Heidi begrüßt, die seit über 50 Jahren auf die Alm gehen. Besonders köstlich sind dort die Wildkäsekrainer.

Autorentipp

Kleinarl ist die Heimat von Skilegende und Jahrhundertsportlerin Annemarie Moser-Pröll, die als Olympiasiegerin, sechsfache Weltcupsiegerin und fünffache Weltmeisterin zu den weltbesten Wintersportlerinnen des 20. Jahrhunderts zählt. Im Café Olympia mitten in Kleinarl stehen alle Auszeichnungen und Pokale, die Annemarie jemals entgegennehmen durfte. Vor allem passionierte Skifahrer sollten unbedingt hier einkehren.

Info

Schwierigkeit
mittel
Aufstieg
848 hm
Abstieg
833 hm
Tiefster Punkt Kleinarl
1014 m
Höchster Punkt Saukarfunktel
2028 m
Dauer
4:45 h
Strecke
10,1 km

Details

Kondition
Erlebnis
Landschaft
Technik

Beste Jahreszeit

Januar
Februar
März
April
Mai
Juni
Juli
August
September
Oktober
November
Dezember

Wegbeschreibung

Start

Kleinarler Hütte (1.756 m)

Ziel

Weissenhofalm (1.770 m), Kleinarl

Weg

Nach einem Almfrühstück hoch über dem Kleinarler Tal wird die Etappe zunächst einmal mit einem langen Abstieg ins idyllische Bergdorf Kleinarl gestartet: Es geht stetig bergab über den Wanderweg Nr. 712 immer dem Rücken bergab Richtung Kleinarl. Nach zweimaliger Überquerung einer Forststraße teilt sich der Weg noch einmal und der Salzburger Almenweg folgt dem rechten Weg Nr. 712 bis zum Ortsbeginn von Kleinarl. Vor dem Kleinarlbach folgt man links einem Weg bis der Kleinarlbach über eine Brücke gequert werden kann. Nun rechts die Straße taleinwärts bis zur Tourismusinformation in Kleinarl.

Weiter nach Süden durch das Ortszentrum von Kleinarl bis zum Spar. Man zweigt links in die Kreuzsalgasse und wandert vorbei an der gotischen und überaus sehenswerten Pfarrkirche. Nun weiter über den Stuhlweg, er verläuft an der Ostseite des Tales beständig bergauf. Nach rund 500 Metern geht es rechts in den Steineggweg, wo eine große Info-Tafel auf den Lehrpfad „Kraft der Bäume“ steht.  Von dort über den Weg Nr. 714 zur nicht mehr bewirtschafteten Jausenstation Ennskraxn.

Der Almenweg folgt weiter dem Weg Nr. 714 über eine Wiese und einen Steig durch den Wald hinauf bis zur bewirtschafteten 1.700 Meter hoch gelegenen Steinkaralm (nur Barzahlung möglich) am Fuße der mächtigen Ennskraxn (2.410m). An der paradiesisch gelegenen Hütte, die nach gut 2,5 Stunden Gehzeit erreicht ist, sollte unbedingt eine kleine Zwischenrast eingelegt werden.

Der Weg Nr. 714 biegt an der Alm links nach Norden ab: zunächst ein Güterweg verschmälert er sich bald zum Wanderweg und führt um den Westkamm des Mosereggs herum zur bewirtschafteten Weissenhofalm (1.770 m), die eine zertifizierte Almsommerhütte und das Ziel dieser Etappe ist.

Einkehr- (E) und Übernachtungsmöglichkeit (Ü)

Steinkaralm (1.692 m) (nach ca. 02:30 Stunden), täglich von Juni bis Ende September,T. +43 664 5218705 E

Weissenhofalm (1.770 m), (nach ca. 04:45 Stunden), täglich von Mitte Juni bis Anfang Oktober, T. +43 664 550 4925 E/Ü/Almsommerhütte / Logispartner Salzburger Almenweg Info- und Buchungscenter by Trail Angels  

Anreise

Öffentliche Verkehrsmittel

St. Johannn ist ein wichtiger Bahnhof auf der Strecke Salzburg - Pongau: Hier halten sowohl Nah- als auch Fernverkehrszüge, der Bahnhof liegt zentrumsnah. Von hier fährt der Linienbus Nr. 530 nach Wagrain und weiter nach Kleinarl (Fahrdauer: 18 bzw. 32 Minuten). Die öffentliche Anbindung von Wagrain nach Flachau und Altenmarkt über die Buslinie Nr. 520.

Parken

Wer mit dem Auto anreist, kann dieses in Kleinarl beim Ortseingang (Kletter-Welt-Parkplatz) mit der „Almenweg-Parkuhr“ kostenlos parken. Der Aufstieg von Kleinarl zur Kleinarler Hütte beträgt ca. 2 Stunden. Wer gleich vom Talboden in Kleinarl zur Weissenhofalm wandert braucht rund 1,5 Stunden kürzer als die gesamte Gehzeit der Etappe beträgt.

Weitere Informationen

Alle weiteren Informationen rund um den Salzburger Almenweg finden Sie hier.

Ausrüstung

Hier finden Sie alles rund um den passenden Wanderschuh, die perfekte Ausrüstung und die richtige Geh-Technik.

Sicherheitshinweise

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