Murkarspitze - ein alpiner Gipfel im Nahbereich der Amberger Hütte

Quelle: Alpenverein Innsbruck, Autor: Josef Essl

Ausgangspunkt ist der Parkplatz in Gries i. Sulztal.
Noch im Schatten folgen wir der Rodelbahn taleinwärts.
Die Rodelbahn kann immer wieder über Schneisen abgekürzt werden.
Mit den wärmenden Sonnenstrahlen geht es zur Vord. Sulztalalm, die wir ...
... nach gut 50 Minuten erreichen.
Kurz vor der Amberger Hütte öffnet sich ein wunderschönes Hochtal.
Die Amberger Hütte ist nach gut 1,5 Stunden erreicht.
Im Talboden "In der Sulza" schweift der Blick zurück zur Amberger Hütte.
Über den Rücken (ca. Bildmitte) führt der Anstieg mitunter steil hinauf ins Rosskar.
Im Rosskar öffnet sich eine wunderschöne Hochgebirgslandschaft mit weitläufigen Mulden und Kuppen.
Steil ragt die Murkarspitze ganz hinten bereits in die Höhe.
Blick hinüber zur beliebten Kuhscheibenspitze.
Der Blick zurück zum mächtigen Schrankogel ist grandios.
Die Murkarspitze mit ihrem steilen Nordosthang in voller Pracht.
Ungewöhnlich viele Leute im steilen Nordosthang.
Mit Blick auf den Gipfel, steigen wir steil zur Scharte auf.
Bei ungünstigen Verhältnissen zu Fuß entlang des Grates zum Gipfel.
Direkt am steil abfallenden Grat muss zweimal eine kurze Felsstufe überklettert werden.
Am Gipfel der 3148 m hohen Murkarspitze.
Blick vom Gipfel auf die Kuhscheibe, die Wilde Leck und die Atterkarspitzen.
Der Abstieg vom Gipfel zur Scharte schaut harmloser aus als er ist.
Die Murkarspitze - ein alpiner und deshalb selten besuchter Gipfel.
Die steile Abfahrt über den Nordosthang. Im Anschluss folgen sanfte Schihänge.
Der Steilhang vor dem Talboden bietet oft herrlichen Pulver, ist aber nicht ganz ungefährlich.

Die Tour

Die Murkarspitze gehört rund um die Amberger Hütte noch zu den seltener besuchten Gipfelzielen. Einerseits liegt sie etwas versteckt und andererseits ist zumeist die Kuhscheibe das begehrte Ziel, weil wohl auch weniger steil und lawinengefährdet. Die Murkarspitze ist ein alpiner Schigipfel, der eine sichere Spitzekehrentechnik erfordert. Hinzu kommt, dass der Gipfel bei ungünstigen Verhältnissen nicht immer erreichbar ist und im Gipfelbereich einen alpinen Charakter aufweist.

Vom Parkkplatz in Gries i. Sulztal der Rodelbahn taleinwärts folgend. Im unteren Abschnitt sind Abkürzungen immer wieder möglich. An der Vord. Sulztalalm vorbei, erreicht man die Amberger Hütte auf 2135 m. Über den flachen Talboden "In der Sulza" bis zur Mitte, zweigt man rechterhand ab und steigt über den ersten Steilhang auf. Nun über schön kupiertes Gelände rechtshaltend in das Rosskar. Mulden und Tälchen wechseln sich dabei ab. Weiter in das "Hintere Tal", von wo nach einer kurzen Senke der Anstieg über den steilen Gipfelhang bis zur Scharte auf 3068 m emporführt. Bei guten Verhältnissen mit Schi ansonsten zu Fuß dem Gratverlauf bis zum Gipfel folgen. Bei ungünstigen Verhältnissen müssen mitunter auch Felsbereiche überklettert werden.

Autorentipp

Nach Neuschnee mit wenig Wind und dennoch sicheren Verhältnissen bietet der steile Gipfelhang höchsten Pulvergenuss. Auch bei Firn ist diese Schitour zu empfehlen, zumal dieser Gipfel seltener besucht wird als sein Nachbar, die Kuhscheibe.

Info

Schwierigkeit
schwer
Aufstieg
1650 hm
Abstieg
1650 hm
Tiefster Punkt Gries i. Sulztal/Parkplatz
1569 m
Höchster Punkt Murkarspitze
3148 m
Dauer
3:45 h
Strecke
10,2 km

Details

Kondition
Erlebnis
Landschaft
Gefahrenpotential
Technik
Exposition
N
O
S
W

Beste Jahreszeit

Januar
Februar
März
April
Mai
Juni
Juli
August
September
Oktober
November
Dezember

Wegbeschreibung

Start

Parkplatz Gries i. Sulztal (1569 m)

Ziel

Parkplatz Gries i. Sulztal (1569 m)

Weg

Wir starten unsere heutige lange Schitour vom großen Parkplatz am Ortsende von Gries i. Sulztal (1569 m). Auf der Rodelbahn geht es zügig taleinwärts und schon bald können einzelne Abschnitte abgekürzt werden. Weiter auf der Rodelbahn erreichen wir nach einer knappen Stunde die Vordere Sulztalalm (1894 m). An dieser vorbei, steigt die Rodelbahn etwas an und wir passieren die weitläufigen Hänge der "Gaislehen", die häufig lawinengefährdet sind. Zumeist wird man bereits beim Aufstieg zahlreiche Lawinenkegel entlang der Rodelbahn feststellen können. Nun wird es nochmals kurz flach, bevor der Güterweg die letzten 10 Minuten nach der Hinteren Sulztalalm zur Amberger Hütte (2135 m) über die Rodelbahn hinaufführt. Die Schutzhütte tritt erst ganz zuletzt ins Erscheinungsbild, da sie hinter einem Felskopf steht. Der Blick von hier nach Süden über den Talboden und auf die hohen Gletscherberge der Stubaier Alpen ist atemberaubend schön. Wir fahren wenige Meter in den Talboden "In die Sulza" ab und folgen diesem zumeist auf präparierter Strecke bis zur Mitte des Bodens. Wir zweigen rechterhand ab und steigen steil über den markanten Rücken zum Rosskar auf. Wir halten uns etwas rechts und überwinden dabei wunderschönes kupiertes Gelände. Die Murkarspitze im Westen haben wir bereits im Blickfeld und steuern diese in direkter Linie an. Wir erreichen das "Hintere Tal", wo wir kurz abfahren, bevor wir steile 200 Höhenmeter zur Scharte zwischen der Murkarspitze und der Muschenspitze aufsteigen. Für die Allermeisten ist die Scharte auf 3068 m der Zielpunkt, wir aber steigen noch knapp 100 Höhenmeter zum Gipfel der Murkarspitze (3148 m) auf. Der Anstieg ist nicht ganz einfach, hängt aber auch vor allem von den Schneeverhältnissen ab. Bei einer stabilen Schneedecke ist ein Anstieg mit Schi möglich, ansonsten zu Fuß. Der Anstieg entlang des Grates erfordert alpine Erfahrung und Trittsicherheit, den zweimal müssen kurze Felsabschnitte überklettert werden. Der letzte Teil des Anstieges zum Gipfel ist unschwierig. Bei ganz sicheren Verhältnissen besteht die Möglichkeit mit den Schi direkt über die Gipfelflanke hinunter in das Kar abzufahren. Das ist aber nur sehr guten Schifahrerern vorbehalten. Ansonsten erfolgt der Abstieg wie der Aufstieg. Von Scharte in weiterer Folge steil hinunter in das "Hintere Tal" und über die schönen und wenig steilen Hänge bis zum letzten Steilhang oberhalb des Talbodens. Über den Rücken und bei sicheren Verhältnissen durch die Mulden talwärts. Nach einer Schiebestrecke erreichen wir die Amberger Hütte. Zuletzt über die Rodelbahn bis zum Ausgangspunkt.

Anreise

Öffentliche Verkehrsmittel

Mit der Bahn von Westen oder Osten kommend nach Ötztal-Bahnhof (www.oebb.at). Anschließend mit der Linie 320 der Ötztaler Verkehrsgesellschaft m.b.H. bis Längenfeld (www.oetztaler.at). Mit dem Schibus von der Haltestelle "Längenfeld/Gries Wendestelle" bis nach Gries i. Sulztal.

Ebenso wurde ein Anfrufsammeltaxi 325T eingerichtet, welches man 1 Stunde vor Abfahrt kontaktieren kann (Tel. +43/(0)664/99901454), www.laengenfeld.com/de/dam/jcr:1f7831f0-23c4-4dc6-bf38-23806f7a2f31/AST%20325T%20NEU.pdf  

Anfahrt

Auf der Inntalautobahn A12 von Westen als auch von Osten kommend bis zur Ausfahrt Ötztal. Weiter auf der Ötztalstraße B186 bis Längenfeld. Bei der 3. Ausfahrt im Kreisverkehr in Richtung Gries i. Sulztal ausfahren. Auf der Grieser Landesstraße L239 ca. 6 km hinauf in das Bergdorf von Gries bis zum Ortsende.

Parken

Am Ortsende befindet sich ein großer Parkplatz.

Weitere Informationen

Übernachtungsmöglichkeit: Amberger Hütte (2135 m, DAV): Tel. +43/(0)676/9523426, E-mail: info@ambergerhuette.at, www.ambergerhuette.at,  geöffnet von Ende Dezember bis Anfang Jänner und von Anfang Februar bis Anfang Mai

Einkehrmöglichkeit: Vordere Sulztalalm (1894 m): Tel. +43/(0)676/5115370, geöffnet ab Mitte Dezember bis Ostern

Ausrüstung

Normale Schitourenausrüstung mit LVS-Gerät, Sonde, Schaufel. Im Frühjahr sind für den steilen Gipfelhang Harscheisen zielführend. Für die Gipfelbesteigung ist die Mitnahme von Leichtsteigeisen zu empfehlen. Wechselwäsche, Jause, Flüssigkeit, Sonnencreme, ...

Sicherheitshinweise

Der Steilhang, der sich vom Boden "In der Sulza" nach der Amberger Hütte emporzieht ist nach Neuschneefällen mitunter lawinengefährdert. Sichere Verhältnisse sind für den 35° steilen Gipfelhang notwendig. Bei günstigen Verhältnissen und viel Schnee ist ein Anstieg zum Gipfel noch unterhalb der Scharte mit Schi möglich. Ansonsten erfolgt der Anstieg von der Scharte zu Fuß. Trittsicherheit und sicheres Steigen in steilem Gelände ist Voraussetzung.

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