Markt Einersheim - Schwanberg - Wiesenbronn

Quelle: DAV Sektion Altdorf, Autor: Helmuth Gatti

Die Ruine Speckfeld - ein beliebter Platz für eine Rast
Ruine Speckfeld
Schlosspark am Schwanberg
Schlosspark am Schwanberg
Mausoleum
Keltenwall
Schloss Schwanberg
Wengertshäusle bei Markt Einersheim
Rathaus Wiesenbronn
Rödelseer Aussichtsturm
Ausschnitt vom Nürnberger Tor
Würzburger Tor
St. Michaelskirche
Friedwald
Iphöfer Tor
Ruine Speckfeld
Wandern auf dem Schwanberg

Die Tour

Eine landschaftlich reizvolle Wanderung führt von Markt Einersheim zunächst hinaus zu den Weinbergen am Sonnenberg, dann weiter zum Schlossberg mit der Ruine Speckfeld und auf dem Keltenweg bergan zum Schwanberg. Abschließend nach Wiesenbronn, der Rotweininsel im Steigerwald.

Markt Einersheim: Im 9. Jhdt. erstmals als Einheresheim erwähnt. In 1148 taucht ein Helwic de Enrsheim als Adeliger als der Erbauer der Burg Speckfeld auf. Später kam Einersheim in den Besitz der Grafen zu Castell, welcher dann 1445 von den  Schenken von Limpurg wiederum erworben wurde. Der Ort wurde 1542 zum Marktflecken. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Burg Speckfeld geplündert und zerstört.

In 1972 wurde der Gemeindename Einersheim amtlich in Markt Einersheim geändert. Die Gemeinde gehört  heute in der Verwaltung zu Iphofen. Mit der Ansiedlung von zunächst 3 Großbetrieben vollzog sich ein wirtschaftlicher Wandel. Die Landwirtschaft trat immer mehr in den Hintergrund. Das Werk der Knauf-Gruppe entstand. Zahlreiche weitere Unternehmen siedelten sich an. Der Weinbau am Schlossberg spielt aber weiterhin eine Rolle.

Schwanberg

Der Schwanberg ist die markanteste Erhebung (474 m) im Steigerwald. Bekannt ist der Berg vor allem durch seine exponierte Lage, das weithin sichtbare Schloss mit der dazugehörigen Parkanlage, die evangelische Schwesterngemeinschaft Communität Casteller Ring mit ihrer Ordenskirche St. Michael und ihrem Ordenshaus, sowie das damit verbundene Geistliche Zentrum Schwanberg.

Die unteren Hänge des Schwanberg sind vollständig von Weinbergen überzogen; am Fuß des Schwanbergs befinden sich die bekannten fränkischen Weinbauorte Castell, Großlangheim, Iphofen, Markt Einersheim, Rödelsee und Wiesenbronn.

Das Schloss Schwanberg wurde 1911 von Alexander Graf von Castell–Rüdenhausen gekauft. Er hatte 1898 Ottilie von Faber, der Erbin des Bleistiftfabrikanten Faber aus Stein bei Nürnberg, geheiratet und damit den Firmennamen Faber-Castell begründet.

Der einzigartige Schlosspark wurde von 1919 -1921 angelegt. In ihm waren auch Versuchspflanzungen mit Baumarten für Bleistiftholz. Er gehört zur jüngeren Geschichte der Gartenkunst und nimmt mit seiner Gestaltung eine Sonderstellung ein.

Castell: Die besondere Bedeutung Castells ist darin begründet, dass es bis 1806 die Hauptstadt der reichsunmittelbaren Grafschaft Castell war. In der wechselvollen Geschichte wurde nach dem Bauernkrieg das Castell´sche Schloss auf dem Schlossberg wieder aufgebaut, dagegen die Burg auf dem Herrenberg blieb dagegen eine Ruine und ist auch heute nicht mehr zu sehen.

Castell ist der Stammsitz der Fürsten zu Castell-Castell. Zum Fürstenhaus gehören die Fürstlich Castell´sche Bank, Credit – Case AG, die bis in das Jahr 1774 zurückgeht und damit die älteste Bank Bayerns ist, Forstbetriebe und das Fürstlich Castell´sche Domänenamt (Weinbau).

Bekannt ist Castell für den Weinbau, der lange Tradition hat. Insbesondere das Fürstlich Castell´sche Domänenamt produziert Spitzenweine, die weit über Franken hinaus bekannt sind. Bekannte Lagen sind Casteller Kirchberg / Schlossberg / Kugelspiel / Casteller Bausch.

Wiesenbronn: Der Weinort Wiesenbronn liegt am Fuße des Schwanbergs (479 m) an den westlichen Ausläufern des Steigerwalds im Landkreis Kitzingen, ca. 25 km östlich von Würzburg. Es wird nachweislich seit dem Jahr 800 ununterbrochen Weinbau betrieben. Das mediterrane Kleinklima lässt herausragende Weine gedeihen. Seit dieser Zeit ziehen sich die Weinberge wie ein grüner Saum unterhalb des Schwanberghangs entlang.  

Der Ort gehört zu den klima- und bodenbegünstigten Lagen in Franken. Durch die bewaldeten Höhen des Steigerwalds wird die Kaltluft von den Weinbergen ferngehalten. Die geschützte Lage und der dunkle Gipskeuperboden, der am Tag viel Wärme aufnimmt und sie nachts wieder abgibt, lassen den Wein vorzüglich gedeihen und sorgt für eine lange Vegetationszeit. Wiesenbronn zeichnet sich besonders durch seinen frühen Anbau von Rotwein aus, wodurch der Name „Wiesenbronn, die Rotweininsel am Steigerwald“ weit über die Grenzen Frankens hinaus bekannt wurde.

Info

Schwierigkeit
mittel
Aufstieg
218 hm
Abstieg
258 hm
Tiefster Punkt 256 m
Höchster Punkt Schwanberg
467 m
Dauer
5:00 h
Strecke
18,3 km

Details

Kondition
Erlebnis
Landschaft
Technik

Beste Jahreszeit

Januar
Februar
März
April
Mai
Juni
Juli
August
September
Oktober
November
Dezember

Wegbeschreibung

Start

bei Markt Einersheim

Ziel

Wiesenbronn

Weg

Die Wanderung startete östlich vor der Zufahrt nach Markt Einersheim bei dem Fahrweg zunächst mit Wegmarkierung "E2" Richtun Sonnenberg und dann mit "E1" bis zum Neubauhof. Dort zweigt der Weg nach links zur Ruine Speckfeld am Schlossberg ab und führt auf dem Keltenweg an der Bildeiche vorbei und hinauf zum Schwanberg.

Durch die Parkanlage am Schwanberg geht es weiter auf dem Kelten-Erlebnisweg bis Abzweigung nach Wiesenbronn (W2). Auf dem Weg W2 weiter bis zur Kreuzung mit dem Steigerwald-Weinwanderweg bei der Weinlage Geisberg. Weg links bis nach Wiesenbronn

 

Anreise

Anfahrt

Über Bundesstr. B8 Neustadt an der Aisch nach Markt Einersheim

Weitere Informationen

Einkehrmöglichkeiten:

Schwanberg und Wiesenbronn

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