Krinnenspitze (2000 m ü. NN) - Rundtour von Rauth

Quelle: DAV Sektion Landsberg, Autor: Thomas Krobbach

Die Krinnenspitze, vom Gimpelhaus gesehen
Startplatz in Rauth
Auf halber Höhe, weit über dem Lechtal
Krinnenspitze! Geschafft!

Die Tour

Ist die Gipfeltour zur Krinnenspitze per se schon eine lohnende Tagesunternehmung, so ist diese nördliche Umrundung noch eine Steigerung der Erlebnisse.

Äußerst abwechslungsreiche Rundtour: schmale Waldwege, offenes Gelände, spannender Gipfelanstieg mit grandiosem Rundblick auf glatt 2000 m ü. NN! Erfahrenen Schneeschuhgehern bietet sich als Alternative zum Abstieg nach Rauth eine Fortsetzung der Tour an. Über die Nesselwängler Edenalpe und dem Alpenrosensteig geht es zur Einkehr in die Krinnenalpe. Wer im weiteren Verlauf den oft tief verschneiten Einstieg in den "Meraner Steig" findet, kann eine traumhafte und abgeschiedene Winterlandschaft genießen (nur bei besten Rahmenbedingungen!). Im Plattenwald angekommen, kann man die letzte Wegstrecke bis Rauth genießen und das Erlebte mit seinen Mitwanderen austauschen.

Autorentipp

Wenn auch das Skigebiet der Krinnenlifte Berührung zur touristischen Zivilisation bringt, so ist die Einkehr in der Krinnenalpe lohnend.

Info

Schwierigkeit
schwer
Aufstieg
860 hm
Abstieg
860 hm
Tiefster Punkt 1142 m
Höchster Punkt 2000 m
Dauer
5:00 h
Strecke
9,5 km

Details

Kondition
Erlebnis
Landschaft
Gefahrenpotential
Technik
Exposition
N
O
S
W

Beste Jahreszeit

Januar
Februar
März
April
Mai
Juni
Juli
August
September
Oktober
November
Dezember

Wegbeschreibung

Start

Parkplatz Rauth

Ziel

Parkplatz Rauth

Weg

Vom Parkplatz in Rauth geht es wenige Meter auf der Hauptstrasse zurück, auf der linken Seite sieht man schon den Wegweiser zur Krinnenspitze. Gleich höhenmäßig anziehend über eine offene Wiese geht es gleich in einen schmalen und steilen Waldweg hinein. Man muß ein wenig mit den Skitourengehern um den engen Platz konkurrieren, aber alles geht! Nach einer kurzen Strecke wird der Forstweg erreicht, direkt gegenüber geht der Waldweg weiter aufwärts. Allmählich wird offenes Gelände sichtbar, ein kleiner Bach ist zu queren, vorsichtig sollte man sein, wenn er verschneit ist, um evtl. Einbrechen zu vermeiden. Noch ein paar Meter weiter steht ein verlassener Heuschober, wer mag, kann hier kurz rasten und die erste Aussicht Richtung Süden genießen. In Nordrichtung müsste das Gipfelkreuz schon sichtbar sein? Hinter dem Schober schließt sich ein kleiner Rücken an, der weiter oben bewaldet ist. Ihn gilt es in leichten Kehren zu ersteigen und oben weiter Richtung Westen zu folgen. Hier stößt man auf weitere kleine Hütten. Wer zuvor keine Pause eingelegt hat, könnte sie hier einlegen. Man ist windgeschützt und die Aussicht Richtung Süden ist beeindruckend.

Zwischen der Gräner Edenalpe und der Krinnenspitze verläuft eine lange Geländekante, bei der regelmäßig starke Schneewächten überhängen. Der Bereich unterhalb davon ist dringend zu meiden! Auch das Gipfelkreuz ist rechter Hand bereits gut sichtbar, aber man sollte auch dieses Gelände gut betrachten und als gefährlich einstufen! Der einzig sinnvolle weitere Wegverlauf ist ein recht steiler Rücken, der die lange Geländekante und damit die Schneewächten unterbricht. Hier gilt es, eine sorgsame Spur zu legen, die den nachfolgenden Mitwanderern den Aufstieg erleichtert. Die Geländekante ist schon schnell erreicht, oben angekommen sollte man von den Schneewächten einen respektvollen Abstand halten und die Kante vermeiden. Hängen diese Wächten oft mehrere Meter über! Einer großen Freifläche aufwärts folgend ist das Gipfelkreuz und der höchste Punkt des Tages erreicht. Die umliegenden Gipfel lassen grüßen und der weit unten liegende Haldensee ebenso.

Wenn die Lawinenlage passend ist und wer sich die Umrundung in jeder Hinsicht zutraut, kann den Abstieg nach Rauth getrost östlich liegen lassen und sich zunächst Richtung Süden bergab wenden. Ab einer Geländehöhe von ca. 1800 m wendet man sich Richtung Nordwesten, quert unterhalb des Gipfels und erreicht nach geraumer Zeit die im Winter unbewirtschaftete Nesselwängler Edenalpe (1672 m). Weiter nordwärts und anschließend auf gleichbleibender Höhe wird der Gipfelkomplex der Krinnspitze gequert, allmählich kommt das Skigebiet der Krinnenlifte in Sicht und etwas unterhalb von der Gehspur die Krinnenalpe (1572 m). Geöffnet!

Nach der Einkehrpause hält man sich westwärts und bleibt oberhalb der Bergstation des Liftes. Der weitere Verlauf muss erst gefunden werden. Hier hilft ein wenig Orientierungssinn sowie ein GPS. Auf keinen Fall sollte man unter eine Höhe von 1600 m geraten. Langsam weiterlaufend und die Bäume absuchend entdeckt man die erste rote Markierung. Allmählich bekommt man auch ein Gespür für den Verlauf des Meraner Steiges. Wenn man nämlich genau schaut, wird er nach und nach gut sichtbar, er bleibt bis zur Wegkurve im Plattenwald auf gleicher Höhe. Nochmals: nur bei Lawinengefahrenstufe 1, bei entsprechender Expostion und bei ausreichend Tourenerfahrung ratsam!

Im Plattenwald hat man die kritische Wegstrecke hinter sich gelassen, es folgt ein lässiger Abstieg nach Rauth, der Einfachheit halber über den verschneiten Forstweg.

Anreise

Öffentliche Verkehrsmittel

Mit dem Zug zu den Bahnhöfen Reutte/Tirol, Sonthofen oder Pfronten-Ried, jeweils weiter mit dem Bus nach Rauth. Von der Haltestelle in ca. 15 min zum Startpunkt der Tour.

Anfahrt

Aus Richtung Westen über Sonthofen (Oberjochpaß) oder Wertach, aus Richtung Norden über Pfronten-Ried (Engetal) und aus Richtung Osten über Reutte/Tirol (Gaichtpaß).

Parken

Kostenfreier Parkplatz im Ortsteil Rauth, auf der linken Straßenseite unmittelbar hinter "Haus Bergdorf".

Weitere Informationen

https://lawinen.report/bulletin/latest

Ausrüstung

Schneeschuhe, Wanderstöcke, passende Winterkleidung sowie komplette LVS-Ausrüstung (Schaufel, Sonde, Pieps). Für die Umrundung ist auch ein GPS sinnvoll.

Sicherheitshinweise

Der Gipfelanstieg zur Krinnenspitze ist bei Lawinengefahrenstufe 1 bis 2 möglich. Die Querung auf der Nordseite unterhalb der Steilwände ist jedoch nur bei Stufe 1 sowie entsprechender Exposition ratsam, darüberhinaus auch nur erfahrenen Schneeschuhgehern zu empfehlen.

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