Königsberg - Zeil am Main - Ziegelanger

Quelle: DAV Sektion Altdorf, Autor: Helmuth Gatti

Die Tour

Von dem historischen Königsberg geht es durch eine typisch fränkische Landschaft über Prappach nach Zeil am Main am Fuße des Kapellenberges mit seinen Weinbergen. Von der "Alten Freyung" (heute Brauerei Göller) steigen wir auf  den Kalvarienberg hoch zur Wallfahrtskirche "Käppele"  mit dem herrliche Ausblick über das Maintal. Über den "Bocksbeutel-Höhenweg" geht bis kurz vor Steinbach über die rustikale Winzertreppe direkt in die Weinberge des Abt-Degen-Steiges nach Ziegelanger.

Stadt Königsberg in Bayern

Eine romantische Kleinstadt wie aus dem Bilderbuch mit einem Fachwerk – Ensemble von europäischem Rang, welches im Gegensatz zu Rothenburg vom großen Touristenstrom bisher noch verschont wurde.

Das Städtchen (3.700 Einwohner) liegt eingebettet in eine typisch fränkische Landschaft aus Fluren und Wäldern, Tälern und Hügeln am Fuße der Burgruine auf dem Schlossberg.

In der historischen Altstadt, die insgesamt unter Denkmalschutz steht, hat jedes Fachwerkhaus seine eigene Geschichte. Der zentrale Salzmarkt ist noch heute von seltener Geschlossenheit. Hier steht auch das Rathaus mit der Rolandsfigur, das Denkmal an Regiomontanus sowie das Tillyhaus.

Ausgehend von der Burg auf dem Schlossberg, welche Kaiser Friedrich Barbarossa im 12.Jahrhundert errichten ließ, war Königsberg im Mittelalter zentraler Verwaltungsmittelpunkt und gehörte zur Zeit des 30 – jährigen Krieges zu den 7 % der europäischen Städte, die mehr als 2.000 Einwohner hatten.

Berühmte Männer, wie zum Beispiel der bedeutendste Mathematiker und Astronom des 15. Jahrhunderts in Europa Johannes Müller, der sich Regiomontanus, die latinisierte Form von Königsberger, nannte, der deutsche Komponist Wolfgang Carl Briegel, Friedrich Heinrich von Seckendorf (kaiserlicher Feldmarschall und Diplomat) und Heinrich Epler (Bildhauer und Professor der Kunstakademie Dresden) wurden hier geboren oder wirkten in der Stadt.

Während des 30 – jährigen Krieges (1618 – 1648) wurde Königsberg mehrmals besetzt und durch Brände fast vollständig zerstört – etwa als 1632 der berühmte Feldherr Tilly mit 8.000 Mann die Stadt besetzte. Dem Wiederaufbau der Stadt, der überwiegend etwa um 1700 erfolgte, verdankt die Stadt heute ihr homogenes Stadtbild und Attraktivität.

Als wichtiger Zeitpunkt in der Geschichte Königbergs ist sicherlich auch das Jahr der demokratischen Revolution in Deutschland 1848 zu nennen. Der Wirt des „Goldenen Stern“ hisste als Erster die schwarz-rot-goldene Fahne. Die Stadt Königsberg stellte eine Bürgerwehr auf, um die deutsche Revolution zu unterstützen. Diese Tradition wird noch heute in Königsberg als der einzigen Stadt  in ganz Deutschland jedes Jahr gepflegt.

Stadt Zeil am Main

Das romantische Weinstädtchen (6000 Einwohner)liegt am Fuße des steil ansteigenden „Kapellenberges“, der einen weiten Blick über das reizvolle Maintal bietet.

Erstmals 1018 urkundlich erwähnt, entwickelt sich der Ort als Enklave des Hochstifts Bamberg zu einer kleinen Stadt, die aus Ackerbau und Viehzucht, Obst- und Weinbau, aber auch aus vielseitiger Verarbeitung des Mainsandsteins den Lebensunterhalt für ihre Bürger bezog.

1379 erhielt Zeil das Stadtrecht. Zwei Burgen gaben dem mauerumschlossenen Ort zusätzlich Sicherheit.

Heute ist Zeil eine lebendige Kleinstadt, in der sich neben  Industrie, Handel und Handwerk vor allem auch der Tourismus gut entwickelt hat.

Die malerische Pracht der Fachwerkhäuser entfaltet sich vor allem am Marktplatz, der „guten Stube“ der Stadt. Er ist einer der schönsten fränkischen Kleinstadtmarktplätze.

Das wuchtige, spätgotische Rathaus hat die Jahreszahl 1540, wobei der Unterbau älter ist (14.Jahrhundert).

Gegenüber dem Rathaus ist das ehemalige von Rosenbergische Zeughaus, das dem Barockbaumeister Küchel zugeschrieben wird.

Daneben sind das katholische Pfarrhaus im klassizistischen Stil und die katholische Stadtpfarrkirche mit dem Fünfknopfturm (1713/32). Im Innern sind spätbarocke Altäre, wertvolle Deckengemälde und Stuckarbeiten, sowie eine prächtige Naturholzkanzel.

Schmale Seitengassen, malerische Winkel und Reste der alten Stadtbefestigung vermitteln dem Besucher das Gefühl von Geborgenheit.                

Zeil liegt an der Grenze von Bier- nach Weinfranken; daher gibt es eine sehr gute Brauerei und gemütliche Biergärten. Die Brauerei Göller war ehemals die  „Alte Freyung“. Der Wappen mit Kaiserpaar und Bamberger Dom und den drei Hahnenköpfen sowie ein Spruch weisen auf die ehemalige Funktion als Freistatt hin. Gegenüber ist die ehemalige Synagoge.

Auf dem Kapellenberg oberhalb von Zeil ist das Käppele, gern als das „fränkische Lourdes“ bezeichnet. Die Wallfahrtskapelle ist mit seiner Doppelturmfassade ganz im Stil französischer Kathedralen gestaltet und hat eine Miniatur – Nachbildung der Lourdes – Grotte.

Darüber hinaus hat man hier einen weiten Rundblick über das Maintal zum Steigerwald, nach Norden zur Rhön, nach Osten nach Bamberg und zum Frankenjura.

Der Kapellenberg war früher Standort des Castrum Cilanum (der Zeiler Burg).Südöstlich liegt Schmachtenberg mit dem Talschloss, überragt von der Burgruine Schmachtenberg, die im Wald versteckt eine große Burganlage mit zum Teil erhaltenen Turm- und Mauerresten darstellt.

An den Südhängen der Hassberge wächst ein vorzüglicher Wein. Die Zeiler sind stolz darauf, dass in ihren Mauern Alberich Degen geboren wurde, der als Abt vom Kloster Ebrach die Silvaner-Rebe Mitte des 17. Jahrhunderts nach Franken (erstmals 1659 in Castell) brachte.

Die Zeiler Bürger haben ihm in den Weinbergen ein Denkmal gesetzt und 1995 den Weinwanderweg „Abt–Degen–Steig“ eröffnet. Guten Ruf haben der Zeiler Kapellenberg, Ziegelanger Ölschnabel, etc.

Autorentipp

Besichtigung der historischen Innenstadt von Königsberg (Marktplatz, Rathaus, Marienkirche, Salzmarkt usw.) und  dgl. auch in Zeil am Main

Info

Schwierigkeit
mittel
Aufstieg
285 hm
Abstieg
325 hm
Tiefster Punkt 223 m
Höchster Punkt 359 m
Dauer
5:30 h
Strecke
18,0 km

Details

Kondition
Erlebnis
Landschaft
Technik

Beste Jahreszeit

Januar
Februar
März
April
Mai
Juni
Juli
August
September
Oktober
November
Dezember

Wegbeschreibung

Start

Königsberg in Bayern

Ziel

Zeil - Ziegelanger

Weg

Nach einer kurzen Stadtbesichtigung (Marktplatz, Rathaus, Marienkirche, Salzmarkt) geht es über den Scheubenweg südwärts aus der Stadt hinaus zu dem von links kommenden Burgen- und Schlösserweg oder Weg "Krebs" bis Prappach. In Prappach 2. Strasse links weiter (auch Kelten-Erlebnisweg) an der Anhöhe Rappberg sowie der Hohen und Kleinen Wann vorbei direkt nach Zeil am Main. Nach einem kurzen Abstecher zur Stadtkirche und dem Marktplatz geht es dann zur "Alten Freyung".

Der Anstieg zum "Käppele" (Klosterkirche) erfolgt über den Kreuzweg. Von hier oben besteht ein herrlichem Ausblick über das Maintal. Auf dem Bocksbeutel - Höhenweg weiter Richtung Steinbach. Bevor der Weg nach links abbiegt kann rechts über die Weinbergtreppe zum Abt-Degen- Steig abgestiegen werden. Durch die Weinberge geht es zum Ortsteil Ziegelanger.

 

Anreise

Anfahrt

Autobahn A73 bis Bamberg – Bundesstr. B26 über Zeil am Main nach Königsberg in Bayern

Weitere Informationen

Einkehrmöglichkeiten in Königsberg, Zeil am Main und Ziegelanger

Sicherheitshinweise

Steiler Abstieg über die historische Weinbergtreppe; ggf. kleiner Umweg über Steinbach

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