Hoher Ziegspitz - Ein Hauch von Abenteuer am Grießberg

Quelle: AV-alpenvereinaktiv.com, Autor: Siegfried Garnweidner

Die ersten freien Blicke vom Stepbergsattel zum Kramer
Die Schau vom Vorderen Ziegspitz zum Hohen Ziegspitz
Vom Vorderen Ziegspitz sieht man gut zum alternativen Gipfelziel Hirschbichl hinüber.
Auf dem Hohen Ziegspitz
Gipfelpanorama vom Rauhenstein bis zum Kuchelberggrat
Kramer und Ziegspitzgipfel
Vom Gipfel zeigt sich der Abstiegsweg über den langen Grat am Rauhenstein.
Der spannende Abstieg beginnt.
Die erste Abstiegsetappe über den Grat verläuft auf gutem Steig.
Der Abstieg ist zwar einigermaßen aufregend, aber nicht sehr schwierig.
Am Rauhenstein
Bei der Abstiegsvariante muss man eine wilde Schlucht queren.
Tolles Panorama nach Süden

Die Tour

An einigen kurzen Stellen ist Trittsicherheit notwendig. Wünschenswert ist eine gute Orientierungsgabe am unmarkierten Abstiegsweg, sonst kann man sich leicht verirren.

Die großartige Gipfelschau vom höchsten Punkt des Grießbergs, dem Hohen Ziegspitz, reicht weniger in die Ammergauer Berge, als ins Lechtal, Wetterstein und ins Karwendelgebirge. Vor allem im Nahbereich brilliert dieser Berg mit einer großartigen Landschaft, die am schönsten zwischen Hohem Ziegspitz und Rauhenstein ausfällt

Autorentipp

Vom Stepbergsattel böte sich als alternatives Ziel der Hirchbichl an, ein kaum bekanntes Gipfelziel mit spannender Abstiegsmöglichkeit zur Enningalm.

Info

Schwierigkeit
mittel
Aufstieg
1170 hm
Abstieg
1170 hm
Tiefster Punkt 803 m
Höchster Punkt Hoher Ziegspitz
1864 m
Dauer
5:15 h
Strecke
12,7 km

Details

Kondition
Erlebnis
Landschaft
Gefahrenpotential
Technik
Exposition
N
O
S
W

Beste Jahreszeit

Januar
Februar
März
April
Mai
Juni
Juli
August
September
Oktober
November
Dezember

Wegbeschreibung

Start

Griesen, Parkplatz Ochsenhütte, 803 m

Ziel

wie Startpunkt

Weg

Aufstieg: Unmittelbar am Parkplatz beginnt eine breite Forststraße. Auf ihr geht man gering ansteigend zunächst nach Westen hinauf. Der Fahrweg wendet sich in weitem Bogen nach rechts, bis eine alte Fahrrampe, die inzwischen vom Weidevieh nahezu ruiniert ist, rechts abzweigt. Sie führt durch nassen Wald in geringer Steigung weiter, stößt auf eine Straße und erreicht die Rotmoosalm. Nun auf dem Sträßchen nach Nordosten weiter, bei der Verzweigung neben dem Holzplatz rechts und in vielen engen Kehren auf der Stepbergstraße in den Sattel zwischen Hirschbühel und Vorderem Ziegspitz. Im Sattel scharf rechts abbiegen und über einen steilen Hang dem ausgetretenen Weglein folgen, das zwischendurch über schrofige Felsen und dann auf einen Gratrücken führt. Über ihn gehen wir hinüber und auf schmalem Wiesenweg nahezu eben am Vorderen Ziegspitz vorbei (oder kurz weglos hinauf). Über den mit Latschen bewachsenen Rücken weiter und zuletzt etwas steil zum Hohen Ziegspitz hinauf.

Abstieg: Natürlich kann man auf der Anstiegsroute wieder absteigen. Doch gibt es eine interessante und landschaftlich prächtige Abstiegsvariante. Sie führt vom Gipfel anfangs weglos nach Westen und erreicht eine Trittspur, die links abdrehend auf den zu beiden Seiten scharf abbrechenden Gratrücken führt. Über ihn nun mal direkt auf der Grathöhe, dann zwischen den beiden Gratseiten pendelnd weiter. Zu einer unbedeutenden Graterhebung rund 40 Höhenmeter hinauf und dann auf den markanten Rauhenstein zu. In der Nähe des Rauhensteins links abbiegen und nach Süden zur kleinen Grießberg-Forstdiensthütte hinunter. Beim Hütterl muss man sich ein wenig rechts halten, bis man den Pfad wieder gefunden hat. Er führt durch eine Lichtung gegen Westen und in den Grieswald hinein. Dabei quert er den langen Griesberg über etliche steile Hangrunsen.

Wer bei der Verzweigung geradeaus weitergeht, muss gut 40 Höhenmeter aufsteigen. Dann flacht der Weg ab und fällt schließlich in geringem Gefälle ab. Dabei dreht er nach rechts und führt gegen Norden zum Laimeck. Dort scharf links abbiegen und auf einem alten Rückeweg zur Aufstiegsroute zurück. Auf der Straße zum Parkplatz bei der Ochsenhütte hinaus.

Spannender, aber nicht leicht zu finden ist der Abstieg, wenn man bei der Verzweigung direkt südlich des Rauhecks links abbiegt. Dort geht es nämlich im sehr steilen Hang in vielen engen Kehren nach Süden zu einer Verzweigung hinab. Hält man sich links, kann man einen felsigen Bachgraben queren und nach kurzem Gegenanstieg durch lichten Föhrenwald weitergehen, bis man zwischen zwei Gräben zu einer leicht zu übersehenden Abzweigung stößt. Dort scharf rechts herum und auf einem markierten Bergpfad im Wesentlichen nach Süden hinunter, bis man beim Bahngleis im Tal ankommt. Neben der Eisenbahnstrecke bis zum Bahnübergang und die letzten 200 m auf dem Fuß- und Radweg zum Ausgangspunkt zurück.

Anreise

Öffentliche Verkehrsmittel

Busverbindung ab Garmisch-Partenkirchen

Anfahrt

Vom Autobahnende Eschenlohe auf der B 2 über Burgrain durch Garmisch-Partenkirchen und der 23 bis zum Ausgangspunkt folgen

Parken

am Ausgangspunkt

Weitere Informationen

Ausrüstung

normale Wanderausrüstung mit solidem Schuhwerk; Stöcke empfehlenswert; ein GPS-Gerät mit Trackeintragung wäre sinnvoll

Sicherheitshinweise

Die beschriebene Abstiegsvariante ist nichts für schwache Nerven. Sie verlangt ein gutes Gespür für die beste Routenfindung.

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