| Quelle | Tourist-Information Schongau |
VHS-Vortrag: Die Drehleiter - ein fast vergessenes Instrument
Ballenhaus
Die Veranstaltung
„Huc de Scongowa“ – zum ersten Mal wird 1060 dieser Ortsname (Schongau) erwähnt.
Etwa zur gleichen Zeit entstand das Instrument im „Abendland“, vermutlich von den Mauren nach Spanien gebracht. Da die Drehleier schon seit mehr als 1000 Jahre bekannt ist haben sich Klöster, Steinmetze, Maler, Stuckateure, Bronzegießer, Holzschnitzer, Porzellanhersteller, Museen, und ... und ... und ... bis hin zur Fotografie sich diesem Instrument durch viele Jahrhunderte angenommen und das Instrument abgebildet.
Und trotzdem kennt heute kaum jemand dieses ehemals in Europa so weit verbreitete Instrument in unseren Breitengraden. Zum Beispiel schlossen sich bereits 1321 in Paris tausende von Drehleierspielern zusammen, um ihre Interessen besser gegen fremde Spielleute wahren zu können (Die erste Musikergewerkschaft!). Oder: In Deutschland hatte die Drehleier ab dem 17. Jh. eine feste Stellung in der Volksmusik und gehörte zu den Instrumenten, die Bauern spielten, wenn sie sich als Spielleute einen Nebenverdienst verschaffen wollten. Selbst Wolfgang Amadeus Mozart, Haydn und Vivaldi komponierten Musikstücke und mehrstimmige Partituren nur für Drehleiern. Damit die Drehleier nicht immer mit der Drehorgel verwechselt wird, stellt der Dozent dieses mittelalterliche „Hightech“-Instrument und seine Spielmöglichkeiten während des Vortrages auch vor. Der Vortrag richtet sich an alle jeglichen Alters, die mehr über dieses Instrument erfahren und vielleicht auch mal selbst probieren wollen. (Übrigens: der Dozent ist gleichzeitig auch der Gründer der Musikgruppe Ahihr-Spillewt und mit seiner Frau bekannt in Schongau und Umgebung durch die Führungen der Henkerstochter).Anmeldung bitte unter: 08861/214-191 oder vhs@schongau.de
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