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5 mystisch-historische Orte in Traunstein

5 mystisch-historische Orte in Traunstein

Das Viadukt

🚂 Relikt der Zeit

Das geschichtsträchtige Viadukt wölbt sich als 105 Meter lange und 25 Meter hohe Eisenbrücke über die Traun. 

Seit 1854 plante man den Bau einer Eisenbaulinie von München über Traunstein bis Salzburg. Die Eisenbahnbrücke in Traunstein wurde schließlich am 12. August 1860 feierlich eingeweiht. Seither rollten unzählige Züge über das Viadukt.

Das besondere an dem Bruchsteinmauerwerk ist das unglaubliche Glück, nicht zerstört worden zu sein. Haarscharf verfehlten, laut Zeitzeugen, Bomben im 2. Weltkrieg die Brücke. Die Brücke sollte von der Wehrmacht sogar gesprengt werden, was nur einige mutige Bürger, unter Einsatz ihres Lebens, gerade noch verhindern konnten.

Bis heute können somit täglich Züge über die schönen, alten Bögen rollen und die Stadt Traunstein um ein Wahrzeichen bereichern.

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Die Augenkapelle

💧 Mystisches Heilwasser

Die sagenumwobene Augenkapelle liegt zwischen dem Viadukt und Empfing.
Seit jeher gibt es Sagen und Erzählungen, über die heilende Wirkung der Quelle. 

Das Wasser dieser Quelle soll besonders für die Augen heilsam sein. Viele Menschen pilgerten deshalb schon zu der kleinen Kapelle. Diese gibt es schon seit mindestens 230 Jahre. Die ersten Aufzeichnungen gehen zurück bis 1792, im ältesten Plan der Stadt Traunstein. Seitdem wurde die Kapelle jedoch immer wieder renoviert oder neuaufgebaut. 

Da das Bad Empfinger Heilwasser seit Anfang an vor allem für die Heilwirkung bei Augenleiden bekannt war, kam die Kapelle zu ihrem Namen „Augenkapelle“.
 

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Pfarrkirche Sankt Oswald

✝️ Anfänge eines Papstes

Die Kirche im Herzen der Stadt Traunstein ist schon über 680 Jahre alt. Erste Aufzeichnungen der Pfarrkirche gehen zurück bis 1342. 

Die spätromanische Kirche wurde demnach vermutlich im 12. Jahrhundert errichtet und später im gotischen und schließlich im spätbarocken Stil um- und ausgebaut.
Durch zwei Stadtbrände ist sie zwei mal fast zerstört worden. 

Die Stadtkirche St. Oswald ist eine der besonders bedeutenden Kirchen im Südosten des Erzbistums München und Freising.  Sie erlangte vor allem auch durch den emeritierten Papst Benedikt XVI. kirchengeschichtliche Bedeutung. 

Papst Benedikt XVI. Joseph Ratzinger verbrachte Teil seiner Kindheit und Jugend in Traunstein. Er wurde 1937 in der Pfarrkirche gefirmt und feierte in St. Oswald mit der Primiz im Jahr 1951 seine erste Heilige Messe.

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Der Klobenstein

🍃 Versteckter Kraftort

Der Klobenstein ist ein versteckter Kraftort an der Traun.
Er besteht aus zwei gewaltigen Felsen, die sich wahrscheinlich einmal aus der Felswand gespalten haben und in die Traun gestürzt sind. Daneben steht die Marienkapelle, die 1854 von Traunsteiner Eheleuten Josef und Therese Forstmeier erbaut wurde.

In den Stein wurde eine Treppe geschlagen, über die man auf den größeren der Felsen steigen kann. Von dort hat man eine wunderschöne Aussicht über den Fluss und angrenzende Wälder. 

Am Stein direkt berichtet eine Tafel von folgender Sage: 

„Ein Ritter kam einmal auf der Flucht an dieser Stelle vorüber.
Das Ross trug ihn kaum mehr, schon hörte er die Verfolger hinter sich herausstürmen. Da warf er sich in höchster Not vor einem Muttergottesbild nieder, das hier an der Steilwand des Ufers befestigt war. Plötzlich löste sich hoch oben ein Felsblock und stürzte donnernd herab. Ein paar Schritte vor dem zu Tode erschrockenen spaltete sich der Stein in zwei Teile, so daß der Ritter unversehrt in der Lücke kniete. Als die Verfolger kamen, sahen sie wohl den geklobenen Fels, ahnten aber nicht, daß hier der Gesuchte verborgen war. So wurde der Ritter gerettet."

(Pfarrarchiv Heilig Kreuz, Traunstein)
 

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Kriegsgräberstätten

🪦 Ort des Gedenkens

Die malerisch, ruhig gelegene Gedenkstätte gehört zu den eher wenig frequentierten Orten in der Umgebung.
Auf der Anhöhe hat man eine wunderschöne Aussicht über die Dächer von Traunstein und auf die Chiemgauer Alpen.

Die Kriegsgräberstätte wurde 1954 angelegt. Über tausend Weltkriegstote aus 73 verschiedenen Gemeinden wurden hierhin umgebettet. Darunter befinden sich 26 Soldaten des Ersten Weltkrieges und die 57 Opfer des Bombenangriffs auf die Stadt Traunstein 1945. 

Ein friedlicher und schöner Ort des Gedenkens zwischen dem Hohen Kreuz und Hallabruck. 
Man erreicht ihn am besten zu Fuß.

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