Ehemalige Kurapotheke - Quirinus-Legende

Beschreibung

Im Kurviertel Bad Wiessees am Hans-Völkner-Platz ragt ein imposantes Haus mit Wandmalereien an den Erkern hervor. Es ist die frühere Kurapotheke, jetzt Praxis für moderne Zahnmedizin.

 „Der freistehende, dreigeschossige Bau mit weit überstehendem Flachsatteldach, zwei polygonalen Eckerkern, einem an der Südostecke in den Baukörper eingezogenen Eingang sowie ausgedehnten Balusterlauben an der Giebel- und den Traufseiten wurde von Hermann Lang, Erbauer des Rathauses, 1935 für Egid und Maria Pauli vom Steinbrecheranwesen in Altwiessee erbaut. Die Brüstungsflächen der Fenstererker hat ein Münchner Maler, Florian Bosch, mit jeweils sechs Tierkreiszeichen, die schmalen Felder mit Gestirnen eindrucksvoll bemalt. An der Nordseite ist darüber hinaus der hl. Quirinus dargestellt. Rings um die ehemalige Kurapotheke liegen Hotels wie Bellevue, Kureck, Ascania, die äußerlich oft noch das Gepräge der Zeit um 1930 zeigen.“ (Kratzsch, S. 107)

Quirinus-Legende: „St. Quirin hilft in Feuersnot“

Nach einer Aufzeichnung von 1492 brach in einem Dorf eine verheerende Feuersbrunst aus. Eine arme Witwe, die in dem Dorf allein mit ihrer Tochter lebte und deren wenige Habseligkeiten von dem Feuer nun bedroht waren, wurde ganz wahnsinnig. Allein ihre Tochter besann sich und wusste in der Not Rat:

„O Mutter mein!

Ruf an Sankt Quirein,

So bleibst du von dem Feuer unversehrt,

Samt allem, was dir zugehört!

Die Mutter tat wie ihr geheißen und rief in die Luft:

O heiliger Sankt Quirein,

Woll' mich mit Deiner Güten

Vor diesem Feuer behüten!“

Darauf kam ein starker Wind, der das Feuer vor dem Haus der Witwe zerstreute. Das übrige Dorf konnte er allerdings nicht verschonen: Es brannte bis auf das Haus der Witwe vollständig ab. (vgl. Mohr, S. 29f.)

Kontakt

Adrian-Stoop-Str. 23, 83707 Bad Wiessee, Deutschland

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