Drei-Gipfel-Tour am Schwendberg

Quelle: AV-alpenvereinaktiv.com, Autor: Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen

Von den vielen Kreuzjöchern Tirols is dieses hier Ziel unserer Wanderung
Wanderparadies Tuxer Voralpen
Kleine Bergseen und Moorflächen säumen den Weg
Wandern in anmutiger Landschaft ist Erholung für Körper und Seele
Landschaftliche Schönheit, nah und fern
Kurze seilversicherte Stelle
Das Alpenschneehuhn

Die Tour

Vom Melchboden an der Zillertaler Höhenstraße über Vorgipfel und Kämme zum Kreuzjoch (2.336 m). Von dort zur Rastkogelhütte und hinab zur Sportalm an der Zillertaler Höhenstraße.

Mittelschwere Höhenwanderung mit traumhaftem Bergpanorama vom Melchboden an der Zillertaler Höhenstraße über mehrere Gipfel bis zur Rastkogelhütte. Kurze seilversicherte Stelle vor dem Kreuzjoch (T3). Von der Schutzhütte über einen Almweg und diverse Abkürzungen zurück zur Sportalm an der Zillertaler Höhenstraße.

Autorentipp

Tourentipp: Rastkogel (2.762 m). Siehe Wegbeschreibung.

Info

Schwierigkeit
mittel
Aufstieg
515 hm
Abstieg
795 hm
Tiefster Punkt 1701 m
Höchster Punkt Kreuzjoch
2336 m
Dauer
4:00 h
Strecke
9,8 km

Details

Kondition
Erlebnis
Landschaft
Gefahrenpotential
Technik
Exposition
N
O
S
W

Beste Jahreszeit

Januar
Februar
März
April
Mai
Juni
Juli
August
September
Oktober
November
Dezember

Wegbeschreibung

Start

Bushaltestelle Schwendberg-Melchboden

Ziel

Sportalm

Weg

Von der Bushaltestelle, wo im Sommer mit dem Kiosk und dem Parkplatz mitunter noch reges Treiben herrscht, entschwinden wir in die Beschaulichkeit der Tuxer Alpen. Der Steig zweigt in nordwestliche Richtung ab und hat den Arbiskopf (2.133 m) als erstes Ziel. Rund 150 Höhenmeter gilt es in angenehmer Steigung zu überwinden, bis wir das Köpfl erreicht haben. Nun ist es mit dem Trubel in jedem Fall vorbei und die fast skandinavisch anmutende Landschaftsszenerie entfaltet sich vor uns.

Etwas weiter als das erste Teilstück ist der Abschnitt zum zweiten Gipfel, dem Rauenkopf (2.268). Es geht aber gemütlich den Kamm entlang, erst beim letzten Aufschwung steilt der Weg etwas auf, um uns auf das Plateau des Rauenkopfes zu führen. Um uns herum breiten sich einige Hochleger aus, auf denen das Almvieh im Sommer weidet und wir entdecken viele kleine Senken und Feuchtflächen mit bunten Alpenblumen. Im Südwesten sehen wir bereits das Kreuzjoch (2.336 m), den höchsten Punkt unserer Wanderung, den wir nun in Angriff nehmen. Dabei geht es zuerst kurz bergab und dann eine ganze Weile ziemlich komfortabel durch das Almgebiet. Die letzten ca. 500 m zum Gipfel fordern uns aber dann doch. Es wird felsiger, ausgesetzter und wir sind zu leichter Kletterei aufgefordert - ein kurzes Stück ist sogar seilversichert.

Haben wir das Stück gemeistert, ist es nicht mehr weit bis zum Kreuzjoch, das zur Rastkogelhütte relativ sanft, nach Norden zum Hochleger der Pigneidalm jedoch relativ schroff und steil abfällt. Der Gipfel selbst bietet genügend Platz, um bei einer ausgiebigen Pause die noch vorhandenen Schätze des Rucksacks und natürlich vor allem die Landschaft in vollen Zügen zu genießen. Dabei haben wir nun weite Teile des Hochgebirgs-Naturparks Zillertaler Alpen vor uns liegen. Die Reichenspitzgruppe im Osten, die Ahornspitze hoch über Mayrhofner und der vergletscherte Zillertaler Hauptkamm im Süden sind (fast) zum Greifen nah.

Zufrieden und erholt machen wir uns auf den Abstieg zur immer näher kommenden Rastkogelhütte der DAV-Sektion Oberkochen, wo wir uns kulinarisch auf der Terrasse oder in der gemütlichen Gaststube noch einmal belohnen können. Für den Rückweg halten wir uns Richtung Sidanalm und biegen dazu kurz nach der Hütte links ab. Wir können nun wählen, ob wir gemütlich dem Almweg folgen wollen oder die eine oder andere Abkürzung bemühen. Im Bereich der Schafleitenalm gibt es auch nochmal die Möglichkeit einer Stärkung mit typischen Almköstlichkeiten. Nun ist es nicht mehr weit, bis wir mit der Sportalm bei der Höhenstraße unser Ziel erreichen, wo uns auch der Bus für die Rückfahrt in Empfang nimmt.

Tourentipp: Rastkogel (2.762 m):

Von der Rastkogelhütte auf dem markiertem Steig Nr. 02A westwärts weiter zum nahen Sidanjoch (2.127 m) und in recht langem Anstieg bis unter den Gipfelaufbau queren, zuletzt steiler über Geröll und leichtes Felsgelände auf den Gipfel des Rastkogels, wunderbare Aussicht. Abstieg wie Anstieg. Für den Aufstieg sind 3 Std. für den Abstieg ca. 2 Std. einzukalkulieren (T3).

Anreise

Öffentliche Verkehrsmittel

An- und Rückreise ab Mayrhofen:

Zuerst mit der Zillertalbahn (Linie ZB1/310) von Mayrhofen bis zum Bahnhof Hippach/Ramsau. Dort umsteigen in die Linie 8340 zum Schwendberg bis zur Endstation am Melchboden an der Zillertaler Höhenstraße. Zurück von der Sportalm wieder mit der Linie 8340 bis zum Bahnhof Hippach/Ramsau und mit der Zillertalbahn zurück nach Mayrhofen.

Anfahrt

Auf der Inntalautobahn bis Anschlussstelle Wiesing. Danach bis Schwendberg-Melchboden.

Parken

Kostenloser Parkplatz.

Weitere Informationen

Am Rande… Das Alpenschneehuhn (Lagopus muta)

Das Alpenschneehuhn lebt im Gebirge meist über der Baumgrenze. Es bleibt das ganze Jahr in den heimischen Bergen, fliegt also nicht wie die Zugvögel in den warmen Süden. Mit den Jahreszeiten wirft das Alpenschneehuhn sein Federkleid ab („Mauser“) und passt sich so seiner Umgebung an – die perfekte Tarnung! Im Winter ist es, wie sein Name schon verrät, fast schneeweiß. Es bleiben nur einige schwarzen Streifen an den Flügeln und am Schwanz. Im Frühjahr wird die Oberseite mit einem Mix aus graubraun, rotbraun, schwarz, beige und etwas weiß dann ziemlich bunt. Im Sommer sind die weißen Bereiche dann ganz verschwunden, bevor dann im Herbst wieder die Verwandlung in sein weißes Kleid beginnt. Alpenschneehühner können sich also auf ihre hervorragende Tarnung verlassen. Wenn sich Wanderer nähern, bleiben sie manchmal so lange sitzen, bis man fast auf sie tritt, um dann plötzlich aufzufliegen. Eine Besonderheit sind seine befiederten Füße, damit bewegt es sich im Winter quasi wie mit Schneeschuhen und versinkt nicht im Schnee.

Die Vögel leben am liebsten zwischen Zwergstrauchheiden, auf trockenem Gebirgsrasen, Almwiesen und im steinigen Gelände. Im Bereich unserer Tour kann man sie unter anderem im Bereich zwischen der Rastkogelhütte und dem gleichnamigen Gipfel (2.762 m) mit etwas Glück beobachten.

Ausrüstung

Festes Schuhwerk ist empfehlenswert.

Sicherheitshinweise

Kurzes Stück mit Seilverischerung.

Auf dem Weg entdecken

10€ Rabatt mit hey.bayern auf Outdooractive Pro und Pro+ sichern

Jetzt hier mehr erfahren oder gleich unseren Voucher Code nutzen um 10€ Rabatt zu erhalten (gültig bis 31.12.2021):

HEYOA10V