| Quelle | Stadt Kolbermoor |
Philosophie und Macht - die Rechtfertigung politischer Herrschaft
Rathaus - Trauzimmer
2023
Die Veranstaltung
N120Spätestens mit der dem Beginn der klassischen griechischen Philosophie ist die Macht und ihre Legitimation ein zentrales Thema der Philosophie gewesen. Die Fragen der philosophischen Staatstheoretiker und ihre Antworten haben unsere westlichen Gesellschaften zutiefst geprägt: Welche Staatsform ist die beste für eine Gesellschaft? Soll ein Einzelner herrschen und wenn ja, wie rechtfertigt sich seine Herrschaft über die anderen? Ist der Tyrannenmord zu rechtfertigen? Darf eine Verfassung religiöse Elemente enthalten? Warum bedürfen wir der Gewaltenteilung? Was sind die Schwächen der Demokratie? Alle diese Fragen fußen notwendigerweise auch in der philosophischen Anthropologie: Was und wie ist der Mensch? Der Kurs führt bis in die frühe Moderne und stellt die Theorien der größten Philosophen und Staatstheoretiker vor, als da wären Platon und Aristoteles, mittelalterliche Philosophen wie Dante, Occam und Marsilius von Padua, die Humanisten, Macchiavelli, Morus, Bodin, Hobbes, Locke, Montesquieu, Rousseau und Kant. Gegenwärtig werden weltweit alte Gewissheiten erschüttert. Auch das Modell der westlichen pluralistischen Demokratie zugunsten autoritärer Systeme wird infrage gestellt und der Totalitarismus tritt global immer aggressiver auf. In Zeiten einschlägiger Verunsicherungen macht es zweifelsohne wieder Sinn, grundlegend über die Machtfrage nachzudenken.1. Sitzung: Antike
2. Sitzung: Mittelalter
3. Sitzung: Frühe Neuzeit
4. Sitzung: AufklärungLeitung: Dr. Stefan Schmitt
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