| Quelle | hubermedia GmbH |
Kunst im Amt: "Frauen!"
Landratsamt Regensburg
2023
Die Veranstaltung
Derzeit stellt der Landkreis Regensburg Werke aus seiner Kunstsammlung aus, die eines gemeinsam haben: Sie alle stammen von Künstlerinnen, die im Regensburger Land zu Hause sind. Skulpturen und Gemälde zeigen die fünf ganz unterschiedlichen künstlerischen Persönlichkeiten und Herangehensweisen von Bettina Glas, Herta Wimmer-Knorr, Katja Barinsky, Katharina Claudia Dobner und Barbara Sophie Höcherl.Es handelt sich dabei allesamt um Kunstankäufe, die der Landkreis Regensburg 2021 getätigt hatte. Bewusst wurden damals nur Werke von Frauen angekauft, da sich in der Sammlung des Landkreises bisher überwiegend Werke männlicher Künstler befinden. Mit Hilfe eines Expertenbeirats wurde die Auswahl getroffen, die nun bis einschließlich 14. Juni im Foyer des Landratsamtes zu den üblichen Öffnungszeiten bewundert werden kann.Neben der künstlerischen Qualität war es für den Fachbeirat entscheidend, Werke auszuwählen, die in gewisser Weise repräsentativ für das Schaffen der jeweiligen Künstlerin sind. So zeigt etwa „Morgenlichtung“ von Bettina Glas zwei für ihre Malerei typische Elemente. Die Künstlerin, die 2022 zusammen mit ihrem Ehemann Heinrich Glas mit dem Kulturpreis des Landkreises ausgezeichnet wurde, verwendet oft Geometrie und Farbverläufe in ihren Gemälden. Herta Wimmer-Knorr ist bekannt für PET-Objekte, griff aber in der jüngeren Vergangenheit auch häufiger auf das Material Eisen zurück. Ihre Skulptur „OHR“ verbindet diese beiden Ansätze. Stoff und Vlies sind Materialen, die Künstlerin, Bühnen- und Kostümbildnerin Katharina Claudia Dobner häufig verwendet. Die Serie „Mahara I – III“ zeigt in den Augen des Fachbeirats, mit welch einfachen Mitteln Dobner eine berührende Existenzialität auszudrücken vermag. Mit Acrylfarben eher farbenfroh gestaltet hat Katja Barinsky ihr Bild „Kleine Figur“, das durch eine interessante Komposition fesselt und in dem es immer wieder Neues zu entdecken gibt. Eine wichtige Schaffensphase im Werk von Barbara Sophie Höcherl war die Beschäftigung mit Taxidermie. Sie präparierte tote Vögel und schuf aus ihnen Skulpturen, deren Wirkung zwischen Bewunderung und Beklemmung changiert. Fotografien von zwei dieser Skulpturen befinden sich in der Sammlung des Landkreises.
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