| Quelle | hubermedia GmbH |
Die Wallfahrt auf den Lamberg-Ausstellung
Stadtarchiv Cham
2023
Die Veranstaltung
Die Kirche auf dem Lamberg und die Wallfahrt zur Heiligen Walburga verbindet eine vielhundertjährige und recht wechselvolle Geschichte. Einblicke in diese ereignisreiche Historie gibt eine neue heimatgeschichtliche Ausstellung im Erdgeschoss des Cordonhauses, die am Sonntag, den 23. April, um 14 Uhr eröffnet wird. Mit dieser Ausstellung soll – auch wenn es sich nicht um ein rundes Jubiläum handelt – an die Wiedergründung von Kirche und Wallfahrt vor 190 Jahren erinnert werden. In Zusammenarbeit mit Kreisheimatpfleger Hans Wrba, unterstützt von Stadtarchivar Timo Bullemer und Anjalie Chaubal von der Städtischen Galerie können bis zum 18. Juni 2023 unterschiedlichste Zeugnisse aus der Wallfahrtsgeschichte und der Walburga-Verehrung im Cordonhaus gezeigt werden. Geöffnet ist die Ausstellung bei freiem Eintritt an Sonn- und Feiertagen von 14 Uhr bis 17 Uhr. Führungen sind auch nach Vereinbarung möglich. Anfragen dazu nimmt das Stadtarchiv Cham entgegen: Tel. 09971 8579-380. Ergänzend zur Ausstellung findet am Donnerstag, den 25. Mai, um 19 Uhr eine weitere Veranstaltung im Cordonhaus (EG) statt. Dann beschäftigt sich Herr Wrba in einen Vortrag mit dem Titel „190 Jahre Wiedergründung von Kirche und Wallfahrt auf dem Lamberg“ ausführlich mit den Hintergründen und Anstrengungen, die den Erhalt und Fortbestand der beliebten Wallfahrtsstätte überhaupt ermöglicht haben. Zur Geschichte der Kirche gehört, dass sie 1556 im Zuge der Reformation abgebrochen und nach Wiederaufbau 1628 im Jahre 1806 erneut abgetragen wurde. Als „entbehrliche Nebenkirche“ eingestuft wurde sie von staatlicher Seite aus zur „Demolition“ freigegeben. Diesen barbarischen Akt aber hat das Volk nie verkraftet und deshalb auch den Wunsch zur Wiedererstellung des Heiligtums immer wieder zum Ausdruck gebracht. Gegen den Willen weltlicher, aber auch kirchlicher Behörden, begannen 1832 mehrere Bürger der Stadt Cham die Kirchenruine vom Schutt zu befreien und eine provisorische Kapelle im ehemaligen Chorraum zu errichten. Am 16. September 1833 konnte darin nach 27 Jahren wieder eine Heilige Messe gelesen und zugleich die Einweihung der Kirche vorgenommen werden.
Info
Weiter stöbern
