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Willi Ulfig (1910 - 1983) "Lyrische Bilder"

Galerie & Kunsthandel Martin Mayer

So
26. März
2023
Beginn
13:30
Ende
17:30
Veranstaltungsort
Galerie & Kunsthandel Martin Mayer
Bergsteig 1, 93183 Kallmünz, Deutschland

Die Veranstaltung

Tage der offenen Tür04./05. Februar04./05. März25./26. MärzÖffnungszeiten während der Woche 10.00 - 17.00 Uhr, bitte mit telefonischer Anmeldung unter Tel.: 0176 30 68 37 47Wer erinnert an Willi Ulfig und wer soll an ihn erinnern?Die Stadt Regensburg würdigte sein Schaffen mit dem Kulturpreis 1974, 1965 hatte er schon den Kulturpreis Osterbayern erhalten. Neben anderen Auszeichnungen wurde schließlich 2015 die Willi-Ulfig-Mittelschule nach ihm benannt. Jetzt ist er 40 Jahre tot und seine Bilder liegen in den Depots der Sparkasse und der Stadt Regensburg. Zum 40. Todestag keine Ausstellung, keine Würdigung, keine Erinnerung?Martin Mayer hat sich mit Ausstellungen „ Kallmünz mit den Augen der Maler“, „Hans Geistreiter“ und „Unser Miller“ im Rahmen des Bergvereins Kallmünz einen Namen gemacht. Vor einem Jahr erinnerte der Galerist an den 30. Todestag von Otto Baumann, auch da war in Regensburg nichts zu sehen. Jetzt ist Willi Ulfig an der Reihe. „Lyrische Bilder“ ist der Titel der Ausstellung.40 Exponate geben einen Überblick über das vielfältige Schaffen des Künstlers, der eine umfassende  Ausbildung absolvierte. An der Kunstgewerbeschule in Breslau lernte er das Malerhandwerk von der Pike auf. Es folgte ein  Studium an der Kunstakademie in Breslau. . An ihr unterrichteten Künstler wie Otto Mueller, Johannes Molzahn, Alexander Kanoldt und Oskar Schlemmer. Sie vermittelten den Studenten die Entwicklungen der Kunst in Frankreich und Deutschland seit der Jahrhundertwende. Ulfig hat diese Stilrichtungen in seinem Werk bis zum Ende immer wieder aufgegriffen und neu interpretiert.Ein Stipendium ermöglichte ihm nach dem Studium eine längere Italienreise. Bei der Rückkehr hatte sich die politische Lage verändert. Der Stil seiner Lehrer war verpönt und als „entartet“ diskreditiert. Dennoch gelang Ulfig den Schritt in die Selbstständigkeit als Künstler.1941 wurde er zum Kriegsdienst eingezogen. Als Kartenzeichner und Freizeitmaler für hohes Militär blieb er hinter dem Kampfgeschehen. Die Wirren des Kriegsendes führten ihn nach Regensburg, wo er blieb, da es ihn an seine Heimatstadt Breslau erinnert. Mit Hilfe des damaligen Leiters des Städtischen Museums, Walter Boll, gelang der Neustart. Das erlernte Handwerk half mit Aufträgen für Kinoplakate und Gebrauchsgraphik in der schwierigen Nachkriegszeit. Die Galerie Heinrich bot seine Bilder zum Verkauf an. Die „Donauwaldgruppe“, deren Gründungsmitglied er 1946 war, schaffte überregionale Ausstellungsmöglichkeiten. So wurde Willi Ulfig schnell bekannt und bekam auch öffentliche Aufträge. Vor allem in Donaueinkaufszentrum konnte er großflächig seine Kunst an die Wand bringen. Die Bilder in der aktuellen Ausstellung zeigen in ihrer Vielfalt eine Retrospektive des Schaffens von Willi Ulfig. Sie datieren von 1953 bis 1981. Die älteste Arbeit zeigt eine Ernteszene, in den monochromen gelb-braunen Farbauftrag sind Bauersleute beim Bündeln von Getreidegarben eingeritzt. Landschaften, Tierdarstellungen, Gärten und Reisebilder bilden das Spektrum seiner Arbeiten. Die Ausstellung zeigt auch die verschiedenen Arbeitstechniken von Willi Ulfig. Seine Aquarelle mit Blumenmotiven und Landschaften sprechen in ihrer rhythmischen Gestaltung eine lyrische Bildsprache.Die Ausstellung erinnert an ein vielseitiges künstlerisches Gesamtwerk, jedes Bild hat seine eigene Qualität und fasziniert und beglückt. Der Künstler lebt weiter in „lyrischen Bildern.

Info

Vergangene Termine

So 26.
März 23
13:30-17:30
Sa 25.
März 23
13:30-17:30
  • Anfahrt