Ausstellung „Auf der Schwelle“

Malerei, Grafik, Video

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Im Grenzbereich von Natur und Zivilisation: Ausstellung "Auf der Schwelle"
Melanie Siegel, Stefanie Hofer, Silke Witzsch

In der Städtischen Galerie im Kulturforum Klosterkirche findet ab 17. März die Doppelausstellung „Auf der Schwelle“ von Melanie Siegel (*1978) und Stefanie Hofer (*1974) mit einem Gastbeitrag von Silke Witzsch (* 1967, gest. 2017) statt. 

Drei Künstlerinnen sind in dieser Ausstellung vereint, die sich mit unterschiedlichen künstlerischen Mitteln und aus verschiedenen Perspektiven mit dem schmalen und fluiden Grenzbereich zwischen Natur und Zivilisation beschäftigen.

Mi
17. März
2021
Beginn
11:00
Ende
So 18:00

17.03. -11.04.2021

Mittwoch bis Freitag von 11 bis 17 Uhr
Samstag und Sonntag von 13 bis 18 Uhr

Kunstwerke von Melanie Siegel

In den von Melanie Siegel fast altmeisterlich gemalten Bildern geht es um die domestizierenden Eingriffe des Menschen in die Landschaft und die Rückformung urbaner Räume durch die Natur. Angesiedelt ist ihre still und geheimnisvoll wirkende Malerei in einem Landschaftsraum, der durch seine von Menschen gemachten Ein- und Abgrenzungen geprägt ist. Die Vorstellungskraft der Betrachtenden wird entfacht und ganz automatisch regen die menschenleeren Orte dazu an, Geschichten darüber zu erfinden, was dort wohl geschehen sein mag oder bald geschehen wird.

Kunstwerke von Stefanie Hofer

Die druckgrafischen Arbeiten von Stefanie Hofer zeigen Einblicke in Landschaftsgärten. Der Garten fungiert hier als Schnittstelle von Natur und Kultur, von freier und angewandter Kunst, in historischem Sinne auch als Grenze von Diesseits und Jenseits. Er ist sowohl Ort der Reflexion, als auch Stellungnahme zum jeweiligen Zeitgeschehen. Auf Reisen gesammeltes Material, Fotos, Skizzen, auch Dokumentarisches, fügt die Künstlerin zu einem neuen, idealisierten Bildraum zusammen. Der Garten wird zum Schauplatz und spiegelt den Menschen in seinem Sein und Handeln wider.

"FLOOD" von Silke Witzsch (2005)

VIDEO "FLOOD" von Silke Witzsch

Von Silke Witzsch zeigt die Städtische Galerie das Video „FLOOD“, das den idealisierenden und romantisierenden Ansätzen bei Siegel und Hofer eine beängstigende Version der Realität entgegensetzt. Dokumentarische Film- und Fotoaufnahmen sind die materielle Grundlage ihrer künstlerischen Arbeit. Durch Überblendungen, Unschärfen, schnelle Richtungs-, Geschwindigkeits-und Perspektivwechsel, verstärkt durch das Hinzufügen eines aggressiven Soundteppichs, gewinnt das Szenario einer Überschwemmung apokalyptische Dimensionen.

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