| Quelle | Stadt Kolbermoor |
Paradiesapfel und Würgebirne - Alte Sorten neu entdeckt
Rathaus - Sitzungssaal
Die Veranstaltung
N162Streuobstwiesen spielten im Umgriff bäuerlicher Anwesen eine wichtige Rolle. Bis Mitte des 20. Jahrhunderts war der Obstbau für die Selbstversorgung der Bevölkerung von großer Bedeutung. Die Früchte dienten als Tafelobst, aber auch für vielfältige andere Zwecke wie z. B. die Herstellung von Saft, Most, Brand oder Dörrobst verwendet. Entsprechend groß ist die Zahl an kultivierten Sorten.
Mit dem Verlust der Streuobstwiesen gehen auch die vielen alten regionalen Obstsorten und das Wissen darum verloren.
Im Auftrag der Regierung von Oberbayern wurden knapp 950 alte Apfel- und Birnbäume der Region erfasst. Kartierer Georg Loferer hat die Bäume aufgesucht, Merkmale erfasst und Fruchtproben genommen. Insgesamt wurden dabei immerhin 130 verschiedene Apfel- und 33 Birnensorten gefunden.
Die Fruchtproben von rund 250 Bäumen konnten jedoch keiner bekannten Sorte zugeordnet werden und gelten somit als "unbekannte" oder "vergessene" Sorten.
Im Projekt "Apfel-Birne-Berge" geht es um die Sicherung und den langfristigen Erhalt dieser akut vom Aussterben bedrohten Sorten. Teilweise gibt es nur noch wenige stark vergreiste Exemplare. Jedes größere Unwetter kann die Bäume zu Fall bringen!Referent: Georg Loferer
"Apfel-Birnen-Bergef"
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