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(Un-)Sichtbarkeit und Wahrnehmung von Minderheitensprachen in der Metropole Ruhr: Fakten, Daten, Widersprüche

Universität Passau

Die Veranstaltung

Der Vortrag stellt Ergebnisse aus dem Projekt Metropolenzeichen: Visuelle Mehrsprachigkeit in der Metropole Ruhr vor (Ziegler et al. 2018) und konzentriert sich auf zwei Fragestellungen: (1) Inwieweit besteht ein Zusammenhang zwischen der jeweils spezifischen städteräumlichen Diversität der Bewohnerschaft und der Diversität der öffentlich sichtbaren Mehrsprachigkeit und (2) inwieweit ent-spricht die sichtbare sprachliche Diversität der durch die Bevölkerung wahrgenommenen sprachlichen Diversität. Die empirische Grundlage bildet ein Korpus von 25.504 Bilddaten und 120 Vor-Ort-Interviews, die unter quantitativ-distributionellen und qualitativen Gesichtspunkten ausgewertet wurden. Die Analyse zeigt, dass die sprachliche Prägung der untersuchten städtischen Räume durch die Sprachen der Zugewanderten nur tendenziell dem Bevölkerungsanteil der Zuwanderungsgruppen entspricht, dass die Sprachen der Zugewanderten aber in der Perzeption der ansässigen Bewohnerschaft überproportional präsent sind und damit einen in der Migrationsforschung bekannten Bias zu erkennen geben.

Info

Veranstalter Lehrstuhl Deutsch als Zweitsprache/Deutsch als Fremdsprache
Quelle Universität Passau
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