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Wie aktiv sind unsere Vulkane in der Eifel? Neue Erkenntnisse und alte Weisheiten
Ausstellungszentrum Rosenheim
Die Veranstaltung
Im Zuge der Jahresausstellung 2023 Vulkane im Lokschuppen Rosenheim bietet Ihnen die VHS Rosenheim in Kooperation mit dem Lokschuppen der Stadt Rosenheim eine besondere wissenschaftliche Ringvorlesung an.
Vortrag: Wie aktiv sind unsere Vulkane in der Eifel?
Neue Erkenntnisse und alte Weisheiten
Prof. Dr. Gerhard Wörner
14.06.2023 im Lokschuppen
Die Eifel ist das jüngste Vulkangebiet in Deutschland. Explosiver Vulkanismus dort fand innerhalb einiger hunderttausend Jahre statt, die letzten Ausbrüche ereigneten sich vor 13.000 Jahren am Laacher See und vor 11.000 Jahren an Ulmener Maar. Früher galt der Vulkanismus in der Eifel als erloschen, doch schon lange wissen wir, dass Vulkangebiete innerhalb von Kontinenten viele hunderttausend Jahre lang aktiv sein können. Warum sollte also gerade jetzt mit der letzten Eruption vor nur 11.000 Jahren der Vulkanismus plötzlich zum Erliegen gekommen sein. Die Eifel ist immer noch ein geologisch aktives Vulkangebiet, es wird weitere Eruptionen geben.
Denken wir an einen langen regnerischen Tag mit vielen Schauern,... da erwarten wir ja auch nicht - wenn es gerade mal ein paar Minuten nicht geregnet hat - dass es heute nie wieder regnet.
Inzwischen gibt es aus geophysikalischen Untersuchungen in der Eifel neue Befunde zu einer besonderen Art von Erdbeben, die auf Aktivität direkt unter den jungen Vulkanen hinweisen. Dazu kommen neuer Ergebnisse unserer Arbeitsgruppe in Göttingen, dass der Laacher See Vulkan seit insgesamt mindestens 30.000 Jahren im Untergrund schon sehr lange aktiv ist obwohl er bislang nur einmal ausgebrochen ist. Unsere neuen Daten belegen außerdem, dass die Aktivierung eines Magmareservoirs vor einer neuen Eruption in der Eifel innerhalb von nur wenigen Jahren erfolgen kann.
Die Wahrscheinlichkeit allerdings, dass eine explosive Eruption in der Eifel bald stattfinden wird, ist verschwindend klein. Denn auch wenn an unserem Regentag die Regenwolken noch da sind, können wir doch relativ sicher davon ausgehen, dass wir in den nächsten Minuten nicht nass werden. Und wenn ein Vulkan doch wieder erwachen sollte, dann kennen wir jetzt die Vorwarnzeit.
Neue Erkenntnisse und alte Weisheiten
Prof. Dr. Gerhard Wörner
14.06.2023 im Lokschuppen
Die Eifel ist das jüngste Vulkangebiet in Deutschland. Explosiver Vulkanismus dort fand innerhalb einiger hunderttausend Jahre statt, die letzten Ausbrüche ereigneten sich vor 13.000 Jahren am Laacher See und vor 11.000 Jahren an Ulmener Maar. Früher galt der Vulkanismus in der Eifel als erloschen, doch schon lange wissen wir, dass Vulkangebiete innerhalb von Kontinenten viele hunderttausend Jahre lang aktiv sein können. Warum sollte also gerade jetzt mit der letzten Eruption vor nur 11.000 Jahren der Vulkanismus plötzlich zum Erliegen gekommen sein. Die Eifel ist immer noch ein geologisch aktives Vulkangebiet, es wird weitere Eruptionen geben.
Denken wir an einen langen regnerischen Tag mit vielen Schauern,... da erwarten wir ja auch nicht - wenn es gerade mal ein paar Minuten nicht geregnet hat - dass es heute nie wieder regnet.
Inzwischen gibt es aus geophysikalischen Untersuchungen in der Eifel neue Befunde zu einer besonderen Art von Erdbeben, die auf Aktivität direkt unter den jungen Vulkanen hinweisen. Dazu kommen neuer Ergebnisse unserer Arbeitsgruppe in Göttingen, dass der Laacher See Vulkan seit insgesamt mindestens 30.000 Jahren im Untergrund schon sehr lange aktiv ist obwohl er bislang nur einmal ausgebrochen ist. Unsere neuen Daten belegen außerdem, dass die Aktivierung eines Magmareservoirs vor einer neuen Eruption in der Eifel innerhalb von nur wenigen Jahren erfolgen kann.
Die Wahrscheinlichkeit allerdings, dass eine explosive Eruption in der Eifel bald stattfinden wird, ist verschwindend klein. Denn auch wenn an unserem Regentag die Regenwolken noch da sind, können wir doch relativ sicher davon ausgehen, dass wir in den nächsten Minuten nicht nass werden. Und wenn ein Vulkan doch wieder erwachen sollte, dann kennen wir jetzt die Vorwarnzeit.
Die Ringvorlesung entstand mit freundlicher Unterstützung des Vereins der VHS Rosenheim e.V., des Vereins Freundeskreis Lokschuppen e.V. und der Förderung des Bayerischen Volkshochschulverbandes
Sie können die Vorträge auch einzeln besuchen und zahlen 8,00 € an der Abendkasse.
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